Veranstaltungen

 

Der Verein Bürger und Polizei e.V. in Kassel richtet jedes Jahr vier größere Veranstaltungen und seine jährliche Mitgliederversammlung aus. Die Termine legt das Präsidium des Vereins rechtzeitig fest. Zu allen Veranstaltungen werden die Mitglieder schriftlich eingeladen.

 

Die Verleihung der "Kasseler Polizeimedaille":

Dieser Zivilcourage-Preis wird Anfang des Jahres im Rahmen des Neujahrsempfangs des Vereins an Personen verliehen, die im vergangenen Jahr Zivilcourage gezeigt und dadurch die Arbeit der nordhessischen Polizei unterstützt haben. Die "Kasseler Polizeimedaille", die das Präsidium des Vereins im Jahr 2000 unter der Präsidentschaft von PP Wilfried Henning ins Leben rief, findet mittlerweile weil über unsere Region hinaus Interesse und Beachtung.

 

Die Mitgliederversammlung:

Die Mitgliederversammlung unseres Vereins findet satzungsgemäß im 2. Quartal eines jeden Jahres statt, in der Regel Mitte Mai.

 

Das Sommerfest:

Das traditionelle Sommerfest feiern wir seit vielen Jahren auf dem Gelände der Kanu-Abteilung des PSV Grün-Weiß Kassel am Auedamm in Kassel. Für Unterhaltung sorgt das Orchsester Lohfelden.

  

Die Herbstveranstaltung:

Zumeist im Oktober lädt der Verein zu einer Vortragsveranstaltung oder einer Lesung ein. Sehr beliebt bei den Mitgliedern sind Vorträge hochkarätiger Referenten zu Themen aus der Polizeiarbeit.

 

Das "Vorweihnachtliche Konzert":

Diese Benefiz-Veranstaltung für einen charitativen Zweck findet seit vielen Jahren am Freitag vor dem 1. Advent in der katholischen Kirche St. Familia in Kassel statt. Der Polizeichor Kassel und das Landespolizeiorchester Hessen aus Wiesbaden sorgen alljährlich für eine bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche.

 

 


 

Veranstaltungen im Jahr 2018:

 

8. Juni 2018:

Bürger und Polizisten feierten traditionelles Sommerfest;

Renate Korff für 25 Jahre Vereinstreue geehrt

 

Über 100 Bürger und Polizisten, alle Mitglieder des Vereins Bürger und Polizei in Kassel oder deren Gäste, feierten am vergangenen Wochenende ihr traditionelles Sommerfest auf dem Gelände der Kanuabteilung des PSV Grün-Weiß Kassel direkt an der Fulda. Bei hochsommerlichen Temperaturen und ohne die eigentlich vorhergesagten Gewitter konnte Polizeipräsident Konrad Stelzenbach auch Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle begrüßen, der mit seinem Besuch auch den Stellenwert des Vereins in der Stadtgesellschaft unterstrich.

 

Zu den Melodien und Klängen des Orchesters Lohfelden unter der Leitung von Bernd Schmelz servierte das Team von Vereinsmitglied Horst Gude unter Leitung von Chefkoch Fritz Wimmer auch in diesem Jahr allen Gästen an den festlich geschmückten Tischen wieder ein äußerst schmackhaftes Vier-Gänge-Menü aus dem Restaurant Pfeffermühle.

 

Unter dem Applaus des Publikums konnte Vereinspräsident Konrad Stelzenbach dann auch noch das Mitglied Renate KORFF (Kassel) für ihre langjährige Treue zum Verein und die 25-jährige Mitgliedschaft mit einer Urkunde ehren. Die Jubilarin befindet sich in guter Gesellschaft. Rund 140 Menschen aus Kassel und dem nordhessischen Umland gehören mittlerweile seit 25 oder mehr Jahren dem Verein, der derzeit etwa 330 Mitglieder hat, an.


 

 

Das Foto zeigt die Jubilarin Renate KORFF mit Polizeipräsident Konrad Stelzenbach (links) und Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch

 

Am 30. Oktober findet die nächste Veranstaltung des Vereins Bürger und Polizei Kassel statt. Es wird ein Vortrag des Psychologischen Dienstes der Hessischen Polizei sein, zu dem der Verein etwa drei Wochen vorher einlädt. Die traditionellen Herbstvorträge sind seit über 30 Jahren ein fester Bestandteil des Veranstaltungsprogramms des Vereins.

 

Das Vereinsjahr beschließt das traditionelle vorweihnachtliche Konzert mit dem Polizeichor Kassel und dem Landespolizeiorchester Hessen am Freitag vor dem

1. Advent, in diesem Jahr ist das der 30. November, in der katholischen St. Familia-Kirche in der Kölnischen Straße in Kassel.

 

Die Mitgliedschaft im Verein Bürger und Polizei Kassel, dessen oberstes Vereinsziel die Förderung und Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses von Bürgern und ihrer Polizei ist, kostet für natürliche Personen im Jahr 18,- Euro, für Vereine, Institutionen oder Firmen 61,40 Euro. Mehr Informationen auch unter www.bürgerundpolizei-kassel.de

 

Und hier noch einige Foto-Impressionen von unserem Sommerfest 2018......

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

25. April 2018:

31. Mitgliederversammlung des Vereins Bürger und Polizei:

Zwei Satzungsänderungen beschlossen

 

(Kassel) Die 31. Mitgliederversammlung des 1987 gegründeten Vereins Bürger und Polizei e.V. in Kassel fand am Dienstag, 17. April 2018, traditionell in den Räumen der Kanu-Abteilung des Polizeisportvereins Grün-Weiß Kassel statt. 43 Mitglieder waren der Einladung von Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, der seit zwei Jahren auch Präsident des Vereins Bürger und Polizei ist, ins Clubhaus der Kanuten am Auedamm gefolgt. Nach der Totenehrung für die seit der letzten Mitgliederversammlung verstorbenen Mitglieder Ruth Hesse (84), Antonie Steinmeyer (85) und das Gründungsmitglied und früheren 2. Vizepräsidenten Wolfgang Himmelmann (85) trugen Präsident Stelzenbach und Schatzmeister Werner Siebeneicher den Mitgliedern ihre Berichte zu den zahlreichen Aktivitäten des Vereins und die gute Kassenlage vor. Da auch die Revisoren Gerd Langhammer und Jürgen Voss dem Schatzmeister eine tadellose und vorbildliche Buchführung bescheinigen konnten, erfolgte auf Antrag der Kassenprüfer die Entlastung des Vorstandes einstimmig.

 

Geänderte Abgabenordnung machte Satzungsänderung erforderlich

 

Als ein wichtiger Tagesordnungspunkt standen in diesem Jahr aber auch zwei Satzungsänderungen auf dem Programm der 31. Mitgliederversammlung, die nach der Änderung der Abgabenordnung rechtlich erforderlich geworden waren. Die den Mitgliedern bereits mit der fristgerechten Einladung übersandten Änderungsentwürfe für die §§ 2 (Vereinszweck) und 14 (Auflösungsfolgen) wurden bereits im Vorfeld von Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch mit dem Finanzamt Kassel abgestimmt. Die vorgelegten Entwürfe zur Satzungsänderung in den §§ 2 und 14 wurden von der Mitgliederversammlung einstimmig angenommen. Geschäftsführer Jungnitsch stellte dazu in der Versammlung fest, dass alle wesentlichen Grundzüge unserer Satzung erhalten wurden und lediglich eine sprachliche Angleichung an die neue Gesetzeslage erforderlich war.

 

 

 

Blick in den Saal bei der 31. Mitgliederversammlung am 17. April 2018

 

Mitgliederstand gehalten; Kasseler Polizeimedaille ist ein Erfolgsmodell

 

Mit aktuell 317 Mitgliedern konnte der Verein Bürger und Polizei e.V. in Kassel den Stand der vergangenen Jahre in etwa halten. „Es freut mich sehr, dass wir seit der letzten Mitgliederversammlung wieder 12 Neumitglieder, unter ihnen auch die Kasseler Stadtverordnetenvorsteherin Petra Friedrich, begrüßen konnten“, stellte Präsident Stelzenbach zufrieden fest. Unter den Neumitgliedern sind auch fünf aktive Polizeibeamte. Zum Erfolg des Vereins trage sicherlich auch bei, dass sich Veranstaltungen wie die Verleihung der „Kasseler Polizeimedaille“, die in diesem Jahr bereits zum 19. Mal als Zivilcourage-Preis an Bürgerinnen und Bürger vergeben wurde, zu einem Erfolgsmodell entwickelt habe und auf ein immer breiteres Interesse in der Öffentlichkeit stoße, ist Präsident Stelzenbach überzeugt. In diesem Jahr vergab der Verein zusätzlich auch noch eine „Kasseler Polizeimedaille Spezial“ an den hessischen Radiosender FFH für seine vorbildliche Verkehrssicherheitsaktion zur Bildung der Rettungsgasse nach Unfällen.

 

Drei weitere Mitglieder des Vereins Bürger und Polizei gehören in diesem Jahr dem Verein 25 Jahre an. Da alle drei Mitglieder an diesem Tag verhindert waren, werden sie die Urkunden für ein Vierteljahrhundert Vereinstreue beim Sommerfest unseres Vereins am 8. Juni überreicht bekommen.

 

Wolfgang Jungnitsch

Geschäftsführer

 

 

17. Januar 2018:

Verleihung der Kasseler Polizeimedaille:

Verein Bürger und Polizei Kassel ehrte vierzehn Personen mit Kasseler Polizeimedaille; „Kasseler Polizeimedaille Spezial“ für HitRadio FFH

 

Zum 19. Mal haben der gemeinnützige Verein Bürger und Polizei in Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen am 16. Januar 2018 öffentlich Menschen ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr die Arbeit der Kasseler beziehungsweise der nordhessischen Polizei in vorbildlicher Weise unterstützt und durch ihre couragierten Taten dazu beigetragen haben, Straftaten zu verhindern, sie aufzuklären oder Tatverdächtige dingfest zu machen. Vierzehn Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Kassel und der Region wurden vom Präsidium des Vereins nach Vorschlägen der nordhessischen Polizeidienststellen für die Auszeichnung mit der „Kasseler Polizeimedaille“ ausgewählt. Erstmals verlieh der Verein Bürger und Polizei in Kassel auch eine „Kasseler Polizeimedaille Spezial“ an den hessischen Radiosender HitRadio FFH.

 

Ministerin und Stadtoberhaupt drückten ihren Respekt für gezeigte Zivilcourage aus

 

Die persönlichen Medaillenträger und Roul Oosthout, stellvertretender Programmdirektor von FFH, konnten am Abend die Ehrung aus den Händen von Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, der auch Präsident des Vereins Bürger und Polizei in Kassel ist, entgegen nehmen. Präsident Stelzenbach wurde bei der Übergabe der Medaillen von Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und dem neuen Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle unterstützt. Den Festakt moderierte Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch. Beide Ehrengäste aus der Landes- und Kommunalpolitik und Polizeipräsident Konrad Stelzenbach zollten in ihren Ansprachen den neuen Trägern der Kasseler Polizeimedaille gegenüber für ihre Zivilcourage und ihr mutiges Handeln großen Respekt und brachten ihre persönliche Anerkennung zum Ausdruck.

 

Vorbilder für unsere Gesellschaft; Auszeichnung setzt ein Zeichen

 

Auch die diesjährigen Medaillenträger sind Vorbilder für unsere Gesellschaft. Darin waren sich am Abend alle im Polizeipräsidium Nordhessen einig. „Die vielen mutigen Taten, das Eingreifen und Helfen, welches der Verein Bürger und Polizei in Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen mit der Polizeimedaille auszeichnen, zeigt, wie wichtig Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung in unserer Gesellschaft sind. Die Sicherheitsbehörden sind auf Menschen mit Zivilcourage angewiesen, Menschen, die hinsehen, wenn es nur allzu einfach wäre wegzuschauen“, sagte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann. „Das Verhalten der Preisträgerinnen und Preisträger mit der Kasseler Polizeimedaille auszuzeichnen und öffentlich zu machen, setzt ein Zeichen und wird hoffentlich viele weitere Menschen dazu animieren, bei Gefahr und Not nicht wegzusehen, sondern zu helfen“, so die Staatsministerin weiter.

 

Zivilcourage ist eine innere Haltung und ein Beitrag für ein besseres Miteinander

 

„Zivilcourage ist eine innere Haltung“, würdigte Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle die mit der Polizeimedaille ausgezeichneten Bürgerinnen und Bürger. Mit der Preisverleihung trage der Verein Bürger und Polizei e.V. dazu bei, ein Bewusstsein zu schaffen für ein besseres Miteinander in unserer Gesellschaft. Geselle: „Sicherlich kostet es Überwindung, mutig für andere und deren Unversehrtheit einzutreten. Hilfe holen oder andere aufmerksam machen, wenn es gefährlich wird, ist aber unerlässlich. Denn Sicherheit und Ordnung geht uns schließlich alle an“, erklärte der Kasseler Oberbürgermeister.

 

 

Knapp 200 Mitglieder und Gäste des Vereins Bürger und Polizei in Kassel verfolgten im Polizeipräsidium die Verleihung der Kasseler Polizeimedaille (Foto: Dirk Kleinhans)

 

Lobenswertes Verhalten in ganz unterschiedlichen Fällen

 

Die vierzehn neuen Träger der Kasseler Polizeimedaille, darunter sechs Frauen, fünf Männer und drei Kinder, sind in diesem Jahr zwischen 12 und 79 Jahre alt. Sie kommen aus Kassel (5), Eschwege (3), Witzenhausen (3), Lohfelden (1), Schauenburg (1) und Bad Wildungen (1). Sie waren im vergangenen Jahr bei polizeilichen Einsatzsituationen in ganz unterschiedlicher Form aktiv. Sie halfen durch schnelle und präzise Mitteilung ihrer Wahrnehmungen von Straftaten oder durch beherztes aber gleichwohl überlegtes Einschreiten bei beobachtetem Unrecht in bemerkenswerter Art mit, Straftaten zu verhindern, Täter festzunehmen oder wichtige Ermittlungs- und Aufklärungsschritte der Polizei zu ermöglichen.

 

„Besser als im Krimi“

 

Alle ganz persönlichen Geschichten der Medaillenträger, die sie bei der Präsentation ihrer Kriminalfälle durch Moderator Wolfgang Jungnitsch auf der Bühne wieder kurz aufleben ließen, wurden von den Gästen im Polizeipräsidium mit großem Applaus bedacht. Ganz besonders fesseln konnte die Zuhörer Hildegard Möller aus Eschwege, die zusammen mit ihrem Mann Ingo einen falschen Polizeibeamten erfolgreich an der Nase herumführen und am Ende die Festnahme seines Geldabholers durch die „richtige Polizei“ möglich machen konnten.

 

 

 

Das Foto zeigt Hildegard Möller und ihren Ehemann Ingo im Gespräch mit Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch,

der die Verleihung der Kasseler Polizeimedaille moderierte (Foto: Dirk Kleinhans)

 

Mit einer kleinen Rückfrage des Moderators fing alles an. Und dann kam Hildegard Möller so richtig ins Erzählen. Es war spannend, ihr bei dieser Kriminalgeschichte zuzuhören. Kurzweilig auch für das Publikum im Polizeipräsidium, den Erzählungen dieser taffen Frau und ihres Ehemannes zuzuhören. Auch diese „Kasseler Polizeimedaille“ hatte die richtigen Getroffen, waren sich alle einig. Ein Gast meinte anschließend außerdem süffisant: Diese Geschichte war spannender als so mancher Tatort in letzter Zeit. Auch das spricht wieder für die Kasseler Polizeimedaille.

 

Lange Tradition

 

Die zum neunzehnten Mal stattfindende Auszeichnung mit der vom Verein Bürger und Polizei im Jahr 2000 gestifteten “Kasseler Polizeimedaille” erfolgte im Rahmen eines Festaktes im Polizeipräsidium in Kassel. Rund 200 Vereinsmitglieder und Ehrengäste waren der Einladung gefolgt. Trotz aller Prominenz der Ehrengäste standen natürlich auch in diesem Jahr die Medaillenträger und ihre couragierten Taten im Mittelpunkt des Abends. „Diese Menschen sind für uns Helden des Alltags“, sagte Vereins- und Polizeipräsident Konrad Stelzenbach. „Sie alle haben hingesehen, wo andere zumeist weggeschaut hätten, sie haben mit Mut und Zivilcourage agiert, wo andere, aus welchen Gründen auch immer, einfach nichts unternommen hätten. Wer sich so couragiert einbringt, ist ein gutes Vorbild für unsere Gesellschaft“, ist Polizeipräsident Konrad Stelzenbach überzeugt.

 

„Kasseler Polizeimedaille Spezial“ für tolle Verkehrssicherheitsarbeit von FFH

 

Dies ist die erste „Kasseler Polizeimedaille Spezial“ in der neunzehnjährigen Geschichte dieser Auszeichnung. Mit dem Präsidiumsbeschluss unseres Vereins vom 7. Dezember 2017 wurde sie dem hessischen Radiosender FFH zugesprochen, der in ganz vorbildlicher Form Themen der Verkehrssicherheitsarbeit der Kasseler Polizei seit vielen Monaten hervorragend transportiert und den hessischen Autofahrern immer wieder ins Gedächtnis ruft.

 

 

Das Foto zeigt von links nach rechts Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann, den Leitenden Brandirektor Norbert Schmitz

(Chef der Kasseler Berufsfeuerwehr), Roel Oosthout, den stellvertretenden Programmdirektor von FFH, Oberbürgermeister Christian Geselle,

Polizeipräsident Konrad Stelzenbach und Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch (Foto: Dirk Kleinhans)

 

Neben der lebenswichtigen Bildung einer Rettungsgasse für die herannahenden Helfer von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei griff der Sender auch andere Themen der Verkehrssicherheitsarbeit auf, beispielsweise die Gefahren der Smartphone-Nutzung am Steuer eines Autos. Die potentiell tödliche Gefahr für Fahrer, Mitfahrer und andere Verkehrsteilnehmer wird immer wieder von Autofahrern unterschätzt. Umso wichtiger ist es, dass immer wieder auf solche Gefahren hingewiesen wird. „FFH hat in diesen Themenfeldern ohne Anstoß der Polizei aus eigenem Antrieb einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet“, sagt Vereinsgeschäftsführer Wolfgang Jungnitsch.

  

 

Das Gruppenfoto zeigt die Preisträger der Kasseler Polizeimedaille des Vereins Bürger und Polizei mit Polizeipräsident Konrad Stelzenbach,

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann, Oberbürgermeister Christian Geselle und Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch (Foto: Dirk Kleinhans)

 

Die Fälle:

 

Fall 1: Täterfestnahme nach Sachbeschädigungen an Pkw

 

Anna Frey (22) aus Kassel beobachtete am Samstag, den 17. Dezember 2016 in den Morgenstunden, wie ein offenbar alkoholisierter Mann im Bereich der Bismarckstraße in Kassel wahllos gegen mehrere geparkte Autos trat und diese dabei erheblich beschädigte. Sie verständigte über Notruf die Polizei und blieb dem Randalierer unauffällig auf den Fersen. Durch ihre Standortmeldungen war es der Polizei kurze Zeit später möglich, den Täter im Akazienweg festzunehmen.

 

(Polizeidirektion Kassel, Polizeirevier Mitte)

 

Fall 2: Zeugin beobachtete Drogendeal und sorgte für Festnahme

 

Özlem Akyüz (27) aus Kassel saß am 30. Dezember 2016 nachmittags mit ihrem Baby in ihrem vor der neuen Hauptpost in der Unteren Königsstraße geparkten Auto und beobachtete zwei Männer, die offenbar gerade ein Drogengeschäft abwickelten. Sie rief über Notruf die Polizei und teilte ihre detaillierten Beobachtungen mit. Durch Zivilkräfte der Operativen Einheit Kassel (OPE) konnten die Täter noch auf frischer Tat angetroffen und festgenommen werden. Bei einem der beiden Beschuldigen konnten Marihuana und Bargeld sichergestellt werden. In einer angrenzenden Grünanlage fanden die Polizeibeamten zudem noch insgesamt 60 Gramm Rauschgift.

 

(Polizeidirektion Kassel, OPE)

 

Fall 3: Tatverdächtige nach Farbschmierereien festgenommen

 

Sandra Häusler (43) aus Eschwege informierte am späten Abend des 18. Januar 2017 über Notruf die Polizei darüber, dass mehrere Männer im direkten Umfeld ihrer Wohnung mit Farbsprühdosen Hausfassaden beschmieren. Die Zeugin beschrieb der Polizei anschließend den weiteren Weg der Männer, sodass die Beamten wenig später vier Verdächtige festnehmen und durchsuchen konnten. Bei zwei von ihnen wurden Farbspraydosen sichergestellt sowie Farbanhaftungen an den Händen festgestellt. Der entstandene Sachschaden war enorm und betrug etwa 5.000,- Euro. Im Verlauf der Ermittlungen konnte dann auch noch ein Bargelddiebstahl aufgeklärt werden, den die Tatverdächtigen am gleichen Abend in Eschwege begangen hatten.

 

(Polizeidirektion Werra-Meißner, Polizeistation Eschwege)

 

Fall 4: Aufmerksame Kinder halfen Diebstähle aufzuklären

 

Am Samstag, den 25. Februar 2017, konnte die Polizei dank der Beobachtungen von Etienne (12), Julian und Connor (beide 13) aus Witzenhausen einen Taschendieb überführen und Diebesgut sicherstellen. Der Pächter des Dorfgemeinschaftshauses Kleinalmerode hatte zuvor der Polizei mitgeteilt, dass Gäste Gegenstände aus ihren Jacken vermissten. Zu diesem Zeitpunkt fanden dort zwei Veranstaltungen statt. Etienne, Julian und Connor waren ebenfalls im DGH und spielten zusammen im Bereich vor den Toiletten als sie hörten, dass es zu Diebstählen an der Garderobe gekommen sein soll. Daraufhin teilte Etienne den anderen Gästen mit, dass ein Mann, den er von Fahrten mit dem Linienbus kannte, insgesamt dreimal in kürzester Zeit die Toiletten aufgesucht habe und dies ihm und seinen Freunden verdächtig vorkam. Aufgrund der Zeugenaussagen ergab sich ein dringender Tatverdacht gegen den mutmaßlichen Täter. Später wurden dann in der Wohnung des Tatverdächtigen mehrere gestohlene Gegenstände wie Zigarettenschachteln, Portemonnaies mit Papieren, EC-Karten usw. gefunden und sichergestellt.

 

Fall 5: 17-Jährige half verletztem Jungen und identifizierte Täter

 

Die 17-jährige Melina Momberg aus Kassel hielt am Freitag, den 17. März 2017, gegen 20 Uhr mit einer Freundin vor der Kasseler Eissporthalle auf. Plötzlich hörte sie Schreie, sah einen 15 Jahre alten Jungen stark blutend verletzt am Boden liegen und drei Jugendliche davonlaufen. Sie alarmierte unverzüglich die Rettungskräfte und leistete erste Hilfe. Die junge Frau konnte im Zuge der Ermittlungen später den Haupttäter identifizieren und so wesentlich zur Aufklärung einer gefährlichen Körperverletzung beitragen.

 

(Kripo Kassel, K 35 BaSu 21)

 

Fall 6: Wohnungseinbrecher gestellt

 

Albert Drachenberg (34) aus Kassel wurde am 22. Mai 2017 gegen 11 Uhr vormittags durch laute Geräusche aus der Wohnung seiner Nachbarin auf einen mutmaßlichen Einbrecher aufmerksam. Als der Tatverdächtige flüchtete, nahm der Zeuge die Verfolgung auf und konnte ihn nach kurzer Flucht stellen. Herr Drachenberg hielt den Einbrecher bis zum Eintreffen der alarmierten Streife fest. Dem Täter konnten mehrere Einbrüche zur Finanzierung seiner Drogensucht nachgewiesen werden. Er kam in Untersuchungshaft.

 

(Kripo Kassel, K 21/22)

 

Fall 7: Gewalttäter nach gefährlicher Körperverletzung festgenommen

 

Geronimo Kolks (28) aus Kassel wurde am 27. Mai 2017 in seiner Wohnung durch Lärm auf eine Auseinandersetzung auf der Straße aufmerksam. Aus dem Fenster sah er zwei heftig streitende Männer auf dem Parkplatz eines Supermarktes. Im weiteren Verlauf schlug der mutmaßliche Täter auf den mittlerweile am Boden liegenden Kontrahenten ein und trat ihm dabei auch gegen den Kopf. Der Zeuge alarmierte die Polizei, eilte sofort nach draußen und sprach eine Gruppe Frauen an, sich um den Verletzten zu kümmern. Er selber nahm die Verfolgung des geflüchteten Täters auf. Der Polizei teilte er ständig den aktuellen Standort des Tatverdächtigen mit und führte so eine Funkstreife heran, die den mutmaßlichen Täter vorläufig festnehmen konnte. Der Festgenommene muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Für die Polizei ist er im Übrigen ein alter Bekannter, der schon mehrfach wegen Gewaltdelikten in Erscheinung getreten ist.

 

(Polizeidirektion Kassel, Polizeirevier Süd-West)

 

Fall 8: „Falscher Polizist“ als Trickbetrüger festgenommen

 

Hildegard (79) und Ingo Möller (74) aus Eschwege ermöglichten der Polizei die Festnahme eines Geldabholers nach einem versuchten Trickbetrug. Zuvor hatte ein angeblicher „Polizeibeamter Schulz“ bei ihnen angerufen und mitgeteilt, dass bei festgenommenen Personen ein Notizbuch mit ihrer Adresse gefunden wurde und nun das Geld der Senioren nicht mehr sicher sei. Da das Ehepaar zu dieser Zeit davon überzeugt war, in Kontakt mit der Polizei zu stehen, räumten sie auch ein, über ein Bankguthaben zu verfügen. Daraufhin sagte der Täter wiederholt, dass das Geld auch dort nicht sicher wäre und sie es vom Konto abheben sollten. In Absprache mit der Polizei stellten sich die Eheleute Möller freiwillig für eine fingierte Geldübergabe zur Verfügung. Dabei konnte der Geldabholer durch die „richtige Polizei“ festgenommen und später auch verurteilt werden.

 

(Polizeidirektion Werra-Meißner, Kripo Eschwege)

 

Fall 9: 21-Jähriger schritt mutig gegen Randalierer ein und hielt ihn fest

 

Iasa Eid zur Zeit des Ereignisses 21 Jahre alt, kam am 31. August 2017 auf dem Weg nach Hause an der Sparkasse in Bad Wildungen vorbei. Er sah vor der zerstörten Glasfront eine Menschentraube und darunter zahlreiche Personen, die mit ihren Smartphones Fotos und Videos machten. Im verwüsteten Eingangsbereich der Sparkasse stand ein junger Mann mit einem Stein in der Hand, offenbar der Verursacher der Sachschäden. Herr Eid sprach ihn an und versuchte, ihn zur Aufgabe zu überreden. Als er darauf nicht einging ergriff er ihn und hielt ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest, obwohl der Täter noch mit einem Stein auf ihn einschlug. Die dabeistehenden Passanten gafften nur und griffen nicht ein. Der entstandene Sachschaden in der Sparkasse belief sich nach ersten Schätzungen auf rund 400.000,- Euro. Zum Zeitpunkt des Einschreitens war der mutige Zeuge Asylbewerber aus Syrien.

 

(Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg, Polizeistation Bad Wildungen)

 

Fall 10: Täter nach Autoaufbruch verfolgt und Polizei herangeführt

 

Melina Menger (16) aus Lohfelden und Jonathan Kölbel (18) aus Schauenburg waren am

22. September 2017 nachmittags zusammen in der Nähe der Aue in Kassel unterwegs, als sie durch Scheibenklirren auf einen Autoaufbruch aufmerksam wurden. Sie konnten beobachten, wie ein Mann durch die zerstörte Scheibe eines Jeeps griff und Taschen aus dem Wagen holte. Als sie ihn festhalten wollten, schubste der Täter Melina weg, riss sich los und drohte sogar damit, ein Messer zu ziehen. Dann trat er die Flucht an. Melina verständigte die Polizei und Jonathan nahm vorsichtig die Verfolgung auf, obwohl der Mann erneut mit seinem Taschenmesser drohte. Über die Standortmeldungen gelang es der Polizei, den Täter im Bereich des Küchengrabens festzunehmen. Auch das Diebesgut konnte sichergestellt werden.

 

(Kripo Kassel, K 21/22)

 

Kasseler Polizeimedaille „Spezial“ für den Radiosender HitRadio FFH

 

Erstmals vergibt der Verein Bürger und Polizei Kassel in diesem Jahr an eine Institution eine „Kasseler Polizeimedaille Spezial“. Das Präsidium des Vereins Bürger und Polizei Kassel möchte damit das Medienunternehmen „HitRadio FFH“ für die hervorragende Unterstützung der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit und der Verkehrsunfallprävention auszeichnen und damit seine Anerkennung und seinen Dank aussprechen. Seit März/April 2017 unterstützt der Radiosender durch Hinweise der Moderatoren und durch selbst produzierte Spots zu wichtigen Themenfelder der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit, wie beispielsweise der Bildung von Rettungsgassen bei Staus nach Unfällen oder zur Gefährlichkeit der Smartphone-Nutzung am Steuer eines Autos, nachhaltig die Aufklärungsarbeit der Polizei.

 

 

 

 

Veranstaltungen im Jahr 2017:

 

 

Pressemitteilung zum vorweihnachtlichen Konzert des Vereins Bürger und Polizei Kassel:

 

Der Polizeichor Kassel, das Landespolizeiorchester und die Solisten Margrethe Fredheim und Louis Lindenborn begeisterten Konzertbesucher in St. Familia

 

Rund 350 Besucher in einer fast bis auf den letzten Platz besetzten Kirche konnten Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, im Ehrenamt auch Präsident des Vereins Bürger und Polizei e.V. in Kassel, und Hausherr Dechant Harald Fischer am Freitagabend in der katholischen Kirche Sankt Familia in Kassel zum traditionellen vorweihnachtlichen Konzert des Vereins begrüßen. Der jetzt seit 30 Jahren in Kassel wirkende Verein Bürger und Polizei veranstaltete sein immer wohltätigen Zwecken dienendes vorweihnachtliches Konzert im Jubiläumsjahr bereits zum 30. Mal, traditionell wie immer am Freitag vor dem 1. Advent. Bis 1998 fand dieses Konzert in der Friedenskirche an der Friedrich-Ebert-Straße statt, seit 1999 in der katholischen Kirche St. Familia in der Kölnischen Straße, ganz in der Nähe des damals neu erbauten Polizeipräsidiums am Hauptbahnhof.

 

 

Das Foto zeigt den Polizeichor Kassel mit Shanji Quan am Klavier, dem Dirigenten Kurt Hellwig

und der norwegischen Sopranistin Margrethe Fredheim (Oper Erfurt).

 

Das treue Konzertpublikum, unter ihnen Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und die Kasseler Stadtverordnetenvorsteherin Petra Friedrich, lauschte begeistert den Stimmen des Polizeichors Kassel unter der Leitung von Kurt Hellwig und mit Shanji Quan am Klavier, den Melodien des Landespolizeiorchesters Hessen aus Wiesbaden und den musikalischen Darbietungen von Louis Lindenborn (Orgel) und der norwegischen Sopranistin Margrethe Fredheim (Oper Erfurt). Das Landespolizeiorchester in großer Besetzung wurde erstmals von Laszlo Szabo dirigiert. Polizeichor, Polizeiorchester und die Solisten zogen die Konzertbesucher für rund 90 Minuten in ihren Bann und sorgten für ein unvergessliches Konzerterlebnis und vor allem eine besinnliche Einstimmung auf die beginnende Vorweihnachtszeit.

 

Den Gesamterlös der am Konzertende von den Besuchern erbetenen Kollekte in Höhe von 1.135,- Euro will Hausherr Dechant Fischer für den Ausbau und die Unterstützung des laufenden Betriebes eines kirchlichen Krankenhausprojektes in Uganda verwenden.

 

 

Wolfgang Jungnitsch

Geschäftsführer

0176 – 53 66 99 41

 

Sabine Knöll

Pressereferentin

Tel.: 0561 / 910 - 3990

 

 

 

Pressemitteilung zur Vortragsveranstaltung am 26. Oktober 2017:

   

Kassel:

Vortrag: Dem Täter auf der Spur

Der genetische Fingerabdruck – ein Tatort spricht …..

 

Der Verein Bürger und Polizei e.V. in Kassel setzt auch in diesem Jahr seine bekannten Herbstvorträge mit kompetenten Referenten zu interessanten polizeilichen Themen fort. In diesem Jahr wird am kommenden Donnerstag, den 26. Oktober 2017, ab 18 Uhr Dr. Harald Schneider vom Hessischen Landeskriminalamt (HLKA) in Wiesbaden als Referent im Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel zu Gast sein und vor Mitgliedern sowie Gästen des Vereins Bürger und Polizei Kassel und des Präsidiums sprechen.

 

 

 

 

Foto: Christopher Ziermann, HNA

 

Der Wissenschaftler Dr. Schneider ist Leiter der Fachgruppe Biologie im HLKA und bundesweit einer der renommiertesten DNA-Analytiker. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Dr. Schneider einen ausgewiesenen Fachmann aus den eigenen Reihen der Hessischen Polizei, der sich zudem weit über die Grenzen unseres Bundeslandes hinaus eine hohe Anerkennung und Wertschätzung erworben hat, für diesen Vortrag gewinnen konnten“, sagt Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, der auch Präsident des Vereins Bürger und Polizei in Kassel ist.

 

Rasante Entwicklung der DNA

 

Die kriminalistische Nutzung des “genetischen Fingerabdrucks“ hat gerade in den letzten Jahren eine ungeahnte, ja gerade revolutionäre Entwicklung genommen. So wurde das Spektrum untersuchbarer biologischer Spuren ganz wesentlich in Richtung mikroskopisch kleiner Blut-, Sekret- und Hautabriebspuren erweitert. Auch geringste, mit früher üblichen Verfahren nicht analysierbare Spuren (zum Beispiel Hautschuppen an Täterkleidung, Tatwerkzeugen, Tatwaffen usw.) sind nunmehr einer molekularbiologischen Untersuchung zugänglich. Zwischenzeitlich ist es nahezu selbstverständlich, dass DNA-Befunde den oft entscheidenden Hinweis zur Aufklärung schwerster Kapitalverbrechen liefern. „Beinahe tägliche Erfolgsmeldungen in Presse, Funk und Fernsehen belegen die alte kriminalistische Regel: Ein Tatort spricht - es bedarf lediglich geeigneter Methoden, ihn zum Reden zu bringen“, sagt Dr. Schneider und hat als Beleg dafür zahlreiche Beispiele parat, die die Erfolge der DNA-Analytik bestätigen.

 

Außergewöhnliche hessische Aufklärungserfolge

 

Die Verwendung der DNA-Analyse hat insbesondere im Bundesland Hessen ganz wesentlich zur Aufklärung zahlreicher Kapitalverbrechen beigetragen. Beispielhaft seien hier einige spektakuläre, auch bundesweit bekannte Fälle genannt: Der Sexualmord an der zweijährigen Elora McKemy (1994), der sechsfache Raubmord in einem Frankfurter Bordell (1996), die Entführung und Ermordung des Frankfurter Geschäftsmanns Jakub Fiszman (1998), der Mord an der achtjährigen Julia Hose (2002) aus Gießen und die Identifizierung eines Serienmörders, dem sogenannten „Brummi-Mörder“, im Jahr 2006. Er hatte drei Frauen getötet, unter anderem Anna S. aus Kassel, deren Leichnam im Gebüsch auf dem Parkplatz Scharfenstein an der A 49 aufgefunden wurde.

 

Unterstützung über Ländergrenzen hinweg

 

Neben den hessischen Polizeidienststellen unterstützten die DNA-Experten des HLKA in besonders schwierigen Fällen auch die Kollegen anderer Bundesländer sowie benachbarter europäischer Staaten. Herausragende Fallbeispiele sind die Identifizierung des Mörders des 11-jährigen Mirco Schlitter aus Grefrath in Nordrhein-Westfalen in 2011, die Aufklärung eines Sexualmordes an der 98-jährigen Hilda Feste aus Os in Norwegen im Februar 2013 sowie die Aufklärung des Mordes an dem 81-jährigen Johannes Weyer aus Töniesvorst in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2015.

 

„Cold Cases“ doch noch geklärt

 

Mit den scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten der DNA-Analytik können aber nicht nur aktuelle, sondern auch Jahrzehnte zurückliegende, ungeklärte Kapitalverbrechen aufgeklärt werden. „Die Kriminaltechnik des Hessischen Landeskriminalamtes hat sich als eine der ersten Untersuchungsstellen in Deutschland – parallel zur Entwicklung der flächendeckenden Mikrospurenpräparation – auf diese sogenannten „Cold Cases“ spezialisiert“, erläutert Dr. Schneider. So ist es in Hessen seit dem Jahr 2000 gelungen, mehr als zwanzig dieser scheinbar hoffnungslosen Altfälle zu klären, führt der Wissenschaftler aus. Exzellente Beispiele seien der 26 Jahre nach der Tat geklärte Sexualmord an der 15-jährigen Hersfelder Schülerin Petra Hübner (+1976), der 25 Jahre nach der Tat geklärte Sexualmord an der 16-jährigen Trixi Scheible (+1981) aus Frankfurt und der erst nach 26 Jahren geklärte Mord an der damals 30-jährigen Anita Gerth (+1982) aus Kassel. „Der letzte bemerkenswerte Aufklärungserfolg der hessischen Spezialisten geht zurück auf einen Mordfall aus dem Jahr 1972“, schildert Dr. Schneider. Die Erfolgsnachricht ging 2014 durch die gesamte Medienlandschaft der Bundesrepublik. 40 Jahre nach der Tat wurde der Mörder des Schlossers Horst Günter Trapp aus Walldorf durch die Kombination modernster DNA-Analyseverfahren mit der DNA-Analyse-Datei überführt. „Ein toller Erfolg – weltweit lag nie ein größerer Zeitraum zwischen Tatzeit und Tataufklärung anhand gesicherter DNA-Spuren“, sagt Dr. Schneider.

 

Die Wissenschaft könnte noch mehr ….

 

„Was den zukünftigen Einsatz der DNA-Analyse angeht, so verbinden sich vor allem mit dem Schlagwort des „genetischen Phantombilds“ ganz erhebliche Erwartungen. Für Aufklärungs- und Fahndungszwecke wären Abschätzungen über die Körpergröße, die Augen-, Haar- oder Hautfarbe, das Alter sowie die biogeografische Herkunft eines Spurenlegers zweifelsfrei von großem Nutzen“, skizziert Dr. Schneider die Möglichkeiten der modernen Biologie. „Nach dem derzeitigen Stand der Forschung sind hierzu jedoch – ungeachtet einer fehlenden gesetzlichen Regelung – aber noch keine gesicherten wissenschaftlichen Aussagen möglich“, erläutert der DNA-Fachmann. „Es erscheint aber äußerst wahrscheinlich, dass sich durch die rasante Fortentwicklung der medizinischen Forschung und das hiermit einhergehende wachsende Verständnis der molekularen Zusammenhänge zwangsläufig neue Untersuchungsmöglichkeiten eröffnen werden“, führt der Biologe aus. „Eine klare und eindeutige gesetzliche Regelung für oder gegen eine zukünftige strafprozessuale Verwendung derartiger „molekularer Ermittlungshilfen“ wird daher in absehbarer Zeit dringend geboten sein“, meint Dr. Harald Schneider.

 

Wolfgang Jungnitsch                                                                      Sabine Knöll

Geschäftsführer                                                                             Pressereferentin

0176 – 53 66 99 41                                                                        0561 / 910 - 3990

 

 

Pressemitteilung zum Sommerfest am 23. Juni 2017:

 

Verein Bürger und Polizei feierte traditionelles Sommerfest;

Präsidiumsmitglied verabschiedet und Ehrung für 25 Jahre Vereinstreue

 

Mehr als 100 Mitglieder und Gäste des Vereins „Bürger und Polizei e.V. in Kassel“, unter ihnen auch die nordhessischen Landtagsabgeordneten Wolfgang Decker und Timon Gremmels, Kassels neuer Oberbürgermeister Christian Geselle und Bürgermeister Manfred Schaub aus Baunatal konnte Polizei- und Vereinspräsident Konrad Stelzenbach am Wochenende zum traditionellen Sommerfest im Jahr des 30-jährigen Bestehens des Vereins auf dem Gelände der Kanuabteilung des Polizeisportvereins Grün-Weiß Kassel am Auedamm bei angenehmen sommerlichen Temperaturen begrüßen. Zu den Melodien und Klängen des Orchesters Lohfelden unter der Leitung von Bernd Schmelz servierte am Freitagabend das Team von Vereinsmitglied Horst Gude unter Leitung von Chefkoch Fritz Wimmer auch in diesem Jahr allen Gästen an den festlich geschmückten Tischen wieder ein äußerst schmackhaftes Vier-Gänge-Menü aus dem Restaurant Pfeffermühle.

 

Unter dem Applaus des Publikums konnte Vereinspräsident Konrad Stelzenbach dann auch noch das Mitglied Herbert Ranft (Fuldatal) für seine langjährige Treue zum Verein und die 25-jährige Mitgliedschaft mit einer Urkunde ehren. Der Jubilar befindet sich in guter Gesellschaft. Knapp 140 Menschen aus Kassel und dem nordhessischen Umland gehören mittlerweile seit 25 oder mehr Jahren dem Verein, der derzeit etwa 320 Mitglieder hat, an.

 

Aus dem Präsidium des Vereins Bürger und Polizei wurde nach 15-jähriger Vorstandsarbeit zudem Hartwin Neumann (Wolfhagen) verabschiedet. Er hatte sich bei der Mitgliederversammlung im Mai nicht mehr zur Wahl gestellt.

 

  

Das Foto zeigt von links nach rechts: Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, das ausgeschiedene Präsidiumsmitglied

Hartwin Neumann, Jubilar Herbert Ranft und Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch

 

 Die wichtigste und renommierteste Veranstaltung des Vereins Bürger und Polizei ist mittlerweile die seit dem Jahr 2000 bereits 18 Mal verliehene „Kasseler Polizeimedaille“, ein auch überregional und in den Medien vielbeachteter Zivilcourage-Preis. Auch in diesem Jahr sind zwei Preisträger der Kasseler Polizeimedaille für den XY-Preis der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY… ungelöst nominiert.

 

Im Herbst schließt sich alljährlich eine Vortragsveranstaltung zu interessanten Themen aus den Bereichen Polizei und Politik an. In diesem Jahr wird Dr. Harald Schneider, Biologe und DNA-Experte des Hessischen Landeskriminalamtes, am 26. Oktober im Polizeipräsidium Nordhessen zu einem Vortrag über seine interessantesten Fälle erwartet.

 

Das Vereinsjahr beschließt das traditionelle vorweihnachtliche Konzert mit dem Polizeichor Kassel und dem Landespolizeiorchester Hessen am Freitag vor dem 1. Advent, in diesem Jahr ist das der 1. Dezember, in der katholischen St. Familia-Kirche in der Kölnischen Straße.

 

Die Mitgliedschaft im Verein Bürger und Polizei Kassel, dessen oberstes Vereinsziel die Förderung und Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses von Bürgern und ihrer Polizei ist, kostet für natürliche Personen im Jahr 18,- Euro, für Vereine, Institutionen oder Firmen 61,40 Euro. Mehr Informationen auch unter www.bürgerundpolizei-kassel.de

 

Wolfgang Jungnitsch

Geschäftsführer des Vereins Bürger und Polizei e.V. in Kassel

0176 – 53 66 99 41

 


 

Pressemitteilung zur 30. Mitgliederversammlung am 17. Mai 2017:

 

Verein Bürger und Polizei wählte Vorstand und ehrte Mitglied für 25 Jahre Treue

 

Die 30. Mitgliederversammlung des 1987 gegründeten Vereins Bürger und Polizei e.V. in Kassel fand am Mittwochabend traditionell in den Räumen der Kanu-Abteilung des Polizeisportvereins Grün-Weiß Kassel statt und stand ganz im Zeichen der turnusmäßig alle drei Jahre stattfindenden Neuwahlen. Rund 50 Mitglieder waren der Einladung von Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, der seit dem vergangenen Jahr auch Präsident des Vereins Bürger und Polizei ist, ins Clubhaus der Kanuten am Auedamm gefolgt.

 

Für eine Neuwahl kandidierten nicht mehr der bisherige 1. Vizepräsident Alwin Christoph (Baunatal) und Pressereferent Hartwin Neumann (Bad Emstal). Alwin Christoph, als Polizeibeamter vor seiner Versetzung in den Ruhestand Chef der Hessischen Polizeischule in Wiesbaden, wurde mit einem Geschenk und viel Applaus gebührend verabschiedet. Hartwin Neumann konnte aus terminlichen Gründen nicht an der Mitgliederversammlung teilnehmen. Seine Verabschiedung ist beim Sommerfest des Vereins am 23. Juni vorgesehen.

 

Alle übrigen Mitglieder des Präsidiums stellten sich erneut zur Wahl. Als Vorsitzender des Gesamtvereins PSV Grün-Weiß Kassel wurde der bisherige Beisitzer Gerald Hoffmann als neuer 1. Vizepräsident nominiert. Diesem Wahlvorschlag des Präsidiums folgten die Mitglieder einstimmig. Für die beiden freigewordenen Positionen im Präsidium wurden die aktiven Polizeibeamten Sabine Knöll (Pressereferentin) und Harald Goldmann (Beisitzer) der Mitgliederversammlung vorgeschlagen und anschließend von der Versammlung gewählt.

 

Eine große Freude bereitete sowohl dem Präsidium als auch den anwesenden Mitgliedern die Mitteilung von Karin Schlicht von der Sparda Bank in Kassel über eine Zuwendung der Sparda Bank in Höhe von 3.000,- Euro an den Verein.

 

Mit aktuell 319 Mitgliedern konnte der Verein Bürger und Polizei e.V. in Kassel den Stand der vergangenen Jahre halten. „Erfreulich ist, dass sich auch wieder jüngere Menschen für den Verein interessieren und eintreten“, stellte Präsident Stelzenbach zufrieden fest. Zum Erfolg des Vereins trage sicherlich auch bei, dass sich Veranstaltungen wie die Verleihung der „Kasseler Polizeimedaille“, die in diesem Jahr bereits zum 18. Mal als Zivilcourage-Preis an Bürgerinnen und Bürger vergeben wurde, etabliert haben und auf ein immer breiteres Interesse in der Öffentlichkeit stoßen, ist Präsident Stelzenbach überzeugt.

 

Einen Jubilar mit 25-jähriger Mitgliedschaft gab es in diesem Jahr auch zu ehren. Die Urkunden für ein Vierteljahrhundert Vereinstreue erhielt unter dem Beifall der rund 50 Versammlungsteilnehmer das Mitglied Werner DREYER (Niestetal).

 

Dem für drei Jahre neu gewählten Vereinspräsidium gehören an:

Konrad Stelzenbach (Präsident), Gerald Hoffmann (1.Vizepräsident), Gunter Arnold (2. Vizepräsident), Anita Mahrt (3. Vizepräsidentin, Wolfgang Jungnitsch (Geschäftsführer), Werner Siebeneicher (Schatzmeister), Helmut Fink (Schriftführer), Sabine Knöll (Pressereferentin, neu) und die Beisitzer Norbert Berndt, Gerhard Dworog, Edwin Freudl, Günter Glitsch, Harald Goldmann (neu), Albert Klein, Manfred Macke, Horstmar Werner und Lutz Vey.

 

Ehrenpräsident Wilfried Henning dankte am Schluss unter dem Beifall der Mitglieder HNA-Geschäftsführer Herbert Siedenbiedel für die gelungene Aktion „Dank an die Polizei“, bei der zahlreiche Menschen in ganz unterschiedlicher Form ihren Dank für die Arbeit der Polizei zum Ausdruck gebracht hatten. Präsident Stelzenbach hatte einen großen Korb an Zuschriften im April im Präsidium überreicht bekommen und sich im Namen der Kolleginnen und Kollegen sehr herzlich bedankt.

  

Wolfgang Jungnitsch

Kriminaloberrat a.D.

Geschäftsführer des Vereins Bürger und Polizei Kassel e.V.

Tel.: 0176 – 53 66 99 41

Mail: wolfgang.jungnitsch(at)t-online.de

 

 

Foto 1: VERABSCHIEDUNG:

von links nach rechts: Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch, 1. Vizepräsident Alwin Christoph,

Ehrenpräsident Wilfried Henning, neuer 1. Vizepräsident Gerald Hoffmann und PP Konrad Stelzenbach

 

  

Foto 2: SPENDE:

Von links nach rechts: Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch, Schatzmeister Werner Siebeneicher, Karin Schlicht (Sparda Bank) und Polizeipräsident Konrad Stelzenbach

  

 

Foto 3: DANK AN DIE POLIZEI:

von links nach rechts: Ehrenpräsident PP a.D. Wilfried Henning, HNA-Geschäftsführer Herbert Siedenbiedel und PP Konrad Stelzenbach

 

 

Foto 4: JUBILÄUM

von links nach rechts: Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch, Jubilar Werner Dreyer und PP Konrad Stelzenbach

 

 

 


 

 

Pressemitteilung zur Verleihung der Kasseler Polizeimedaille am 25. Januar 2017:

 

Kasseler Polizeimedaille für 14 couragierte Menschen:

„Helden des Alltags“ vom Verein Bürger und Polizei Kassel geehrt

 

Bereits zum 18. Mal haben der gemeinnützige Verein Bürger und Polizei in Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen am Mittwochabend in einer öffentlichen Veranstaltung Menschen ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr die Arbeit der Kasseler oder der nordhessischen Polizei in bemerkenswerter Weise unterstützt und geholfen haben. Vierzehn Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Kassel und der Region wurden vom Präsidium des Vereins nach Vorschlägen der nordhessischen Polizeidienststellen für die Auszeichnung mit der „Kasseler Polizeimedaille“ ausgewählt. Sie konnten am Abend die Ehrung aus den Händen von Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, der auch Präsident des Vereins Bürger und Polizei in Kassel ist, entgegen nehmen. Präsident Stelzenbach wurde bei der Übergabe der Medaillen vom Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen unterstützt. Die zum achtzehnten Mal stattfindende Auszeichnung mit der vom Verein Bürger und Polizei im Jahr 2000 gestifteten “Kasseler Polizeimedaille” erfolgte im Rahmen eines Festaktes im Polizeipräsidium in Kassel. Rund 200 Vereinsmitglieder und Ehrengäste, unter ihnen Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und Landrat Uwe Schmidt, waren der Einladung gefolgt.

 

Vorbilder für unsere Gesellschaft

 

Trotz aller Prominenz standen natürlich auch in diesem Jahr die Medaillenträger und ihre couragierten Taten im Mittelpunkt des Festaktes. „Diese Menschen haben hingesehen, wo andere vielleicht weggeschaut hätten, sie haben mit Mut und Zivilcourage gehandelt, wo andere, aus welchen Gründen auch immer, untätig geblieben wären. Für uns sind diese Menschen alle Helden des Alltags und gute Vorbilder für unsere Gesellschaft“, sagte Polizeipräsident Konrad Stelzenbach. „Sie haben Empathie gezeigt und anderen Menschen in Notsituationen geholfen“, machte der Polizeichef die Bandbreite der guten Taten deutlich. „Wir alle sollten nie vergessen, dass auch wir mal in Bedrängnis oder eine Notsituation geraten könnten. Dann wären wir froh, wenn jemand den Mut hat und die Zivilcourage aufbringt, um zu helfen oder zu unterstützen“, mahnte der Präsident. Die geehrten Personen halfen aber auch mit, Straftäter zu fassen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. „Das ist eine wichtige Unterstützung für uns, denn trotz schneller Einsätze können wir nicht überall sofort vor Ort sein“, räumte Konrad Stelzenbach ein. „Wir alle und auch unsere Gesellschaft brauchen couragierte Menschen wie Sie mehr denn je“, stellte der nordhessische Polizeichef, an die Geehrten gewandt, abschließend fest.

 

Lobenswertes Verhalten in ganz unterschiedlichen Fällen

 

Die vierzehn neuen Träger der Kasseler Polizeimedaille, darunter sechs Frauen und acht Männer, sind in diesem Jahr zwischen 17 und 59 Jahre alt. Sie stammen aus Kassel (3), Ahnatal, Frankenau, Frankenberg, Hessisch-Lichtenau (2), Kaufungen (3), Lohfelden (2) und Wohratal (Landkreis Marburg-Biedenkopf). „Sie alle haben in ganz unterschiedlicher Weise vorbildlich gehandelt. Dafür möchte der Verein Bürger und Polizei Kassel und die nordhessische Polizei diese Mitbürger mit der Kasseler Polizeimedaille ehren“, so Polizeichef Konrad Stelzenbach. „Meine Kolleginnen und Kollegen leisten hervorragende Arbeit. Aber es ist auch für mich gut zu wissen, dass es nach wie vor zahlreiche Menschen gibt, die ihre Polizei in so vorbildlicher Weise unterstützen“, hob er weiter hervor.

Die Medaillenträger waren im vergangenen Jahr bei polizeilichen Einsatzsituationen in ganz unterschiedlicher Form lobenswert aktiv. Sie halfen zumeist durch schnelle und präzise Mitteilung ihrer Wahrnehmungen von Straftaten oder durch beherztes aber gleichwohl überlegtes Einschreiten bei beobachtetem Unrecht in bemerkenswerter Art mit, Straftaten zu verhindern, Täter festzunehmen oder wichtige Ermittlungs- und Aufklärungsschritte der Polizei zu ermöglichen.

 

Polizeimedaillen-Träger auch bei Vorauswahl zum XY-Preis 2016

 

Dass die Kasseler Polizeimedaille auch überregional große Anerkennung erfährt belegt die Geschichte von Susanne Andreas aus Kassel. Sie war Ehrengast des Abends und hatte vor einem Jahr die Kasseler Polizeimedaille erhalten. Susanne Andreas und zwei junge Frauen aus Korbach, die ebenfalls mit der Kasseler Polizeimedaille geehrte worden waren, schafften es mit ihren couragierten Taten bis in die engere Auswahl zum XY-Preis des ZDF. Beide Fälle wurden im Fernsehen ausgestrahlt. Die Jury des mit jeweils 10.000,- Euro dotierten XY-Preises entschied sich letztlich für drei andere Fälle aus etwa 40 zur Auswahl stehenden. Der Verein Bürger und Polizei Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen arbeiten seit vielen Jahren mit der Redaktion der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ zusammen.

„In unserer heutigen Zeit, in der man oft den Eindruck bekommen kann, dass Viele nur noch sich selbst der Nächste sein wollen, haben unsere Medaillenträger durch ihr Handeln in beispielhafter Weise Zivilcourage und Bürgersinn bewiesen und gezeigt, dass es auch anders gehen kann“, erklärte Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch, der auch die Medaillenverleihung moderierte, abschließend.

  

Wolfgang Jungnitsch

Kriminaloberrat a.D.

Geschäftsführer des Vereins Bürger und Polizei Kassel e.V.

Tel.: 0176 – 53 66 99 41

Mail: wolfgang.jungnitsch(at)t-online.de

 

 

Das Foto zeigt die 14 Preisträger der "Kasseler Polizeimedaille 2017" mit Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, dem Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch

 

 

 

Dies sind die couragierten Menschen, die 2017 mit der „Kasseler Polizeimedaille“ ausgezeichnet wurden:

 

 

Fall 1: Profi-Einbrecher dingfest gemacht

Sandra und Karsten Rarack und Heicke Paulsen, alle aus Kaufungen

 

Fall 2: Ladendieb verfolgt und gestellt

Jürgen und Kai Simon, Hessisch-Lichtenau

 

Fall 3: Einbrecher festgenommen

Valentin Cubiks, Kassel

 

Fall 4: Explosion auf Tankstellengelände verhindert

Claudia und Michael Rose, Lohfelden

 

Fall 5: Betrunkenen Autofahrer am Weiterfahren gehindert

Claudia Schöppe, Kassel, und Anna Unruh, Wohratal

 

Fall 6: Angriff auf Autofahrer gestoppt

Raphael Metz, Frankenau, und Elias Bamberger, Frankenberg

 

Fall 7: Räuber in die Flucht geschlagen und Opfer geholfen

Martin Schmidt aus Kassel

 

Fall 8: Enkeltrick vereitelt

Sabrina Brand aus Ahnatal