Veranstaltungen

 

Der Verein Bürger und Polizei e.V. in Kassel richtet jedes Jahr vier größere Veranstaltungen und seine jährliche Mitgliederversammlung aus. Die Termine legt das Präsidium des Vereins rechtzeitig fest. Zu allen Veranstaltungen werden die Mitglieder schriftlich eingeladen.

 

Die Verleihung der "Kasseler Polizeimedaille":

Dieser Zivilcourage-Preis wird Anfang des Jahres im Rahmen des Neujahrsempfangs des Vereins an Personen verliehen, die im vergangenen Jahr Zivilcourage gezeigt und dadurch die Arbeit der nordhessischen Polizei unterstützt haben. Die "Kasseler Polizeimedaille", die das Präsidium des Vereins im Jahr 2000 unter der Präsidentschaft von PP Wilfried Henning ins Leben rief, findet mittlerweile weil über unsere Region hinaus Interesse und Beachtung.

 

Die Mitgliederversammlung:

Die Mitgliederversammlung unseres Vereins findet satzungsgemäß im 2. Quartal eines jeden Jahres statt, in der Regel Mitte Mai.

 

Das Sommerfest:

Das traditionelle Sommerfest feiern wir seit vielen Jahren auf dem Gelände der Kanu-Abteilung des PSV Grün-Weiß Kassel am Auedamm in Kassel. Für Unterhaltung sorgt das Orchsester Lohfelden.

  

Die Herbstveranstaltung:

Zumeist im Oktober lädt der Verein zu einer Vortragsveranstaltung oder einer Lesung ein. Sehr beliebt bei den Mitgliedern sind Vorträge hochkarätiger Referenten zu Themen aus der Polizeiarbeit.

 

Das "Vorweihnachtliche Konzert":

Diese Benefiz-Veranstaltung für einen charitativen Zweck findet seit vielen Jahren am Freitag vor dem 1. Advent in der katholischen Kirche St. Familia in Kassel statt. Der Polizeichor Kassel und das Landespolizeiorchester Hessen aus Wiesbaden sorgen alljährlich für eine bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche.

 

 


 

Veranstaltungen im Jahr 2020:


9. März 2020:

21. Verleihung der Kasseler Polizeimedaille und der 3. Kasseler Polizeimedaille Spezial

Öffentliche Auszeichnung für sieben couragierte Menschen und „Maintower-Kriminalreport“ vor rund 150 Gästen

 

Zum 21. Mal haben das Polizeipräsidium Nordhessen und der gemeinnützige Verein Bürger und Polizei in Kassel am Montagabend öffentlich Menschen ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr die Arbeit der Kasseler- und der nordhessischen Polizei in vorbildlicher Weise unterstützt und durch ihre couragierten Taten dazu beigetragen haben, Straftaten zu verhindern, sie aufzuklären oder Tatverdächtige dingfest zu machen. Acht Mitbürger aus Kassel und der Region wurden vom Präsidium des Vereins nach Vorschlägen der nordhessischen Polizeidienststellen für die Auszeichnung mit der „Kasseler Polizeimedaille“ ausgewählt, einer musste am Abend der Verleihung leider krankheitsbedingt absagen. Seine Ehrung wird nachgeholt. Die erst zum dritten Mal vergebene „Kasseler Polizeimedaille Spezial“ ging in diesem Jahr an die Verantwortlichen der TV-Sendung Maintower-Kriminalreport des Hessischen Rundfunks.

 

 

 

Rund 150 Gäste waren zur 21. Verleihung der Kasseler Polizeimedaille gekommen (alle Fotos: Markus Gebauer, PP Nordhessen)

 

Sieben Preisträger und die Verantwortlichen von „Maintower-Kriminalreport“ konnten am Abend die Ehrung aus den Händen von Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, der auch Präsident des Vereins Bürger und Polizei in Kassel ist, entgegen nehmen. Präsident Stelzenbach wurde bei der Übergabe der Medaillen von Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und der Kasseler Bürgermeisterin Ilona Friedrich unterstützt, die Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle vertrat. Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann, Bürgermeisterin Ilona Friedrich und Polizeipräsident Konrad Stelzenbach zollten in ihren Ansprachen den neuen Trägern der Kasseler Polizeimedaille für ihre Zivilcourage und ihr mutiges Handeln großen Respekt und brachten ihre persönliche Anerkennung zum Ausdruck.

 

 

 

Hessens Justizministerin nEva Kühne-Hörmann bei ihrer Ansprache

 

Diese Menschen sind Vorbilder für unsere Gesellschaft

 

Die Medaillenträger sind Vorbilder für unsere Gesellschaft. Darin waren sich am Abend im Polizeipräsidium Nordhessen alle einig. Ministerin Kühne-Hörmann sagte: "Im Mittelpunkt der Verleihung der Kasseler Polizeimedaille stehen Bürgerinnen und Bürger, die Herausragendes geleistet und in Gefahren- und Konfliktsituationen beherzt und besonnen zugleich eingegriffen haben. Damit sind diese Menschen Vorbilder für uns alle, denn sie haben mutig und unter hohem persönlichen Einsatz Zivilcourage gezeigt und nicht weggeschaut. Für diesen Einsatz gebührt Ihnen mein Dank und größte Anerkennung."

 

 

 

Die Kasseler Bürgermeisterin Ilona Friedrich sprach ein Grußwort

 

Für die Kasseler Bürgermeisterin Ilona Friedrich steht fest: „Die Medaillenträger haben bewiesen, dass eben doch nicht jeder nur an sich denkt. Ihr Mut und Ihre Zivilcourage verdienen unseren Respekt. Sie haben in vorbildlicher Weise ganz spontan, selbstlos, unerschrocken und beherzt gehandelt. Herzlichen Dank dafür.“

 

Kasseler Polizeimedaille mit langer Tradition

 

Die zum einundzwanzigsten Mal stattfindende Auszeichnung mit der vom Verein Bürger und Polizei im Jahr 2000 gestifteten “Kasseler Polizeimedaille” erfolgte im Rahmen eines Festaktes im Polizeipräsidium in Kassel. Mit rund 150 Gästen und zahlreichen Medienvertretern war der Veranstaltungssaal im Polizeipräsidium gut gefüllt.Trotz aller Prominenz der Ehrengäste standen natürlich auch in diesem Jahr die Medaillenträger im Mittelpunkt des Abends. „Die Menschen, die heute Abend die Kasseler Polizeimedaille bekommen haben, sind mit Mut und Zivilcourage aufgetreten“, sagte Polizeipräsident Konrad Stelzenbach. „Sie haben in einer Zeit, in der Hass und Hetze unser Zusammenleben zunehmend negativ beeinflusst, Empathie für Ihre Mitmenschen gezeigt, die in Not waren oder auch die Polizei entscheidend bei ihrer Arbeit unterstützt“, hob der Polizeichef hervor. „Ihr Verhalten war für uns alle vorbildlich“.

 

 

 

 

 

 

Polizeipräsident Konrad Stelzenbach hatte die Gäste und Besucher begrüßt

 

Lobenswertes Verhalten in ganz unterschiedlichen Fällen

 

Die acht neuen Träger der Kasseler Polizeimedaille sind in diesem Jahr zwischen 18 und 93 Jahre alt. Sie stammen aus Kassel (3), Bad Emstal, Bad Wildungen, Espenau, Grebenstein und Vellmar. Sie waren im vergangenen Jahr bei polizeilichen Einsatzsituationen in ganz unterschiedlicher Form aktiv. Die Delikte, bei denen die Medaillenträger einschritten, reichten vom Raubüberfall, räuberischen Diebstahl, schwere Körperverletzung, Einbruch und Diebstahl bis hin zur Verhinderung eines Enkeltricks. Sie halfen durch schnelle und präzise Mitteilung ihrer Wahrnehmungen von Straftaten oder durch beherztes aber gleichwohl überlegtes Einschreiten bei beobachtetem Unrecht in bemerkenswerter Art mit, Straftaten zu verhindern, Täter festzunehmen oder wichtige Ermittlungs- und Aufklärungsschritte der Polizei zu ermöglichen.

 

 

 

Moderator Wolfgang Jungnitsch im Gespräch mit Winfried REH (Fall 4), dem ältesten Medaillengewinner

 

„Kasseler Polizeimedaille Spezial“ für die HR-Sendung „Maintower - Kriminalreport“

 

Der Verein Bürger und Polizei in Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen haben in diesem Jahr zum dritten Mal die „Kasseler Polizeimedaille Spezial“ verliehen. Preisträger ist die HR-Sendung „Maintower - Kriminalreport“. Die Auszeichnung nahmen Moderator Robert Hübner, Christopher Thiel, Leiter der Sendung und die Chefs vom Dienst Barbara Lindemann und Peter Rothkranz im Präsidium mit großer Freude entgegen.

 

 

 

Das Team vom Maintower-Kriminalreport mit Barbara Lindemann (von links), Christopher Thiel, Robert Hübner und Peter Rothkranz

 

Die Sendung „Maintower - Kriminalreport“ des HR-Fernsehens, so die Begründung der Jury, greife seit 2014 in mittlerweile rund 150 Sendungen regelmäßig Kriminalfälle aus dem Sendegebiet auf und biete damit den Ermittlungsbehörden und insbesondere der Hessischen Polizei eine wertvolle Plattform, neue und ansonsten vermutlich nicht erreichbare Hinweise und Erkenntnisse für die weitere Ermittlungsarbeit, die Aufklärung von Straftaten und die Festnahme von Tatverdächtigen zu erlangen. Seit dem Start wird die Sendung von Robert HÜBNER moderiert. Aus dem Bereich des Polizeipräsidiums Nordhessen wurden allein in den letzten zwei Jahren über 30 Fälle in der Sendung vorgestellt.

 

Einen zweiten Schwerpunkt setzt die Sendung im Bereich Prävention durch die Aufbereitung aktueller Kriminalitätsphänomene und Gesprächen mit Polizeibeamten und anderen Sachkundigen zu den behandelten Themenkomplexen. Mit jeder neuen Sendung leiste der „Maintower-Kriminalreport“ einen wichtigen Beitrag zur Kriminalitätsbekämpfung und zur Kriminalprävention und damit auch zur Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger. Dafür gebühre der Sendung und den Verantwortlichen Dank und Anerkennung der Polizei!

 

Im Namen des gesamten Teams bedankte sich Christopher Thiel als Leiter der Sendung für die Auszeichnung; “Wir, das Team des Maintower Kriminalreports, freuen uns sehr über diesen Preis. Es macht uns stolz, dass wir im Rahmen eines solchen Festaktes den Dank und die Anerkennung von Bürgern und der Polizei bekommen. Wir nehmen die "Kasseler Polizeimedaille Spezial" als Bestätigung unserer Arbeit entgegen und möchten gerne weiter die Menschen in Hessen beim Thema Kriminalprävention und die hessische Polizei bei Öffentlichkeitfahndungen unterstützen. Herzlichen Dank! Und - bleiben Sie wachsam!“

 

 

 

 Das Foto von der Preisverleihung zeigt von links nach rechts: Michael Wiegand, Christoph Neunert, Leon Luca Troll, René Klarhold, Robert Hübner, Barbara Lindemann, Christopher Thiel, Winfried Reh, Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch, Justizministerin Eva Kühne-Hörmann, Peter Rothkranz, Thorsten-Siebert-Gutbier, Bürgermeisterin Ilona Friedrich und Polizeipräsident Konrad Stelzenbach (Foto: Markus Gebauer, PP Nordhessen)

 

 

Wolfgang Jungnitsch

Geschäftsführer

0176 – 53 66 99 41

 

Sabine Knöll

Pressereferentin

0561 / 910 - 3140

 

 

 

Die Fälle:

 

Fall 1:        Räuberischer Diebstahl: Täter durch Handyfoto identifiziert

 

Der Zeuge René KLARHOLD beobachtete am 8. Februar 2019 in einem Lebensmittelgeschäft in Bad Wildungen einen Ladendieb. Er konnte sehen, wie der Täter mindestens zwei Flaschen Alkohol aus der Auslage des Geschäftes nahm und unter seine Kleidung versteckte. Seine Beobachtung teilte er einer Angestellten des Geschäftes mit, die den Vorgang ebenfalls beobachtet hatte. Die Angestellte wollte einen weiteren Mitarbeiter hinzuziehen, als der Täter bereits den Kassenbereich verließ und in Richtung des Haupteingangs der „Fürstengalerie“ flüchtete. Herr KLARHOLD nahm die Verfolgung auf und sprach den Täter an. Als dieser nicht reagierte, versuchte der Zeuge ihn festzuhalten. Dabei kam es zu einem Gerangel, bei dem der Zeuge und der Tatverdächtige zu Boden gingen und eine der gestohlenen Flaschen zerbrach. Von weiteren Zeugen wurden die beiden Personen getrennt. Da Herr KLARHOLD den Eindruck hatte, dass unter den weiteren Personen auch ein möglicher Mittäter gewesen sein könnte, habe er davon abgelassen, den Täter weiterhin festzuhalten.

 

Zuvor war es dem Zeugen allerdings gelungen, mit seinem Handy ein Bild von dem Täter zu machen. Anhand des Bildes konnte der Tatverdächtige durch die Polizei Bad Wildungen identifiziert werden. Es handelte sich um eine polizeibekannte Person. Der so ermittelte Dieb gab die Tat später zu.

 

Fall 2:        Couragiertes Einschreiten der Zeugen verhindert schwere Körperverletzung

 

Am 15. März 2019 beleidigte ein Mann mehrfach Kinder und Jugendliche mit herabwürdigenden Titulierungen in einem Schnellrestaurant am Kasseler Hauptbahnhof. Der hinzukommende Geschäftsführer des Restaurants forderte den Mann mehrmals auf, dies zu unterlassen und das Restaurant umgehend zu verlassen. Die Person reagierte daraufhin sehr aggressiv. Er griff den Geschäftsführer an und versuchte, diesem seine Daumen in die Augenhöhlen zu drücken. Christoph NEUNERT und Leon Luca TROLL wurden auf das Geschehen aufmerksam. Sofort entschieden sie, dem Geschäftsführer zu Hilfe zu eilen. Sie ergriffen den Beschuldigten an den Armen und fixierten diesen kurzfristig am Boden. Nachdem der Angreifer wieder zur Raison gekommen war, wurde er von den couragierten Zeugen wieder aufgerichtet und an die wenig später eintreffende Streife der Bundespolizei übergeben.

 

Der Beschuldigte war für die Polizeibeamten kein Unbekannter. Er war zuvor bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten.

 

Fall 3:        Räuberischer Diebstahl: Zeuge griff beherzt ein

 

Anmerkung: Ehrung für Bernhard W. aus Kassel musste krankheitsbedingt verschoben werden und erfolgt später.

 

Ein Ladendieb hatte am 29. April 2019 aus einer Drogerie in Kassel-Bettenhausen mehrere Parfümpackungen entwendet und in seine Tasche gesteckt. Ein Detektiv hatte dies beobachtet, folgte dem Dieb und versuchte ihn vor der Drogerie festzuhalten. Der Täter begann sich allerdings sofort zu wehren. Er schlug nach dem Detektiv und versuchte, mit der Beute zu flüchten. Bernhard W. aus Kassel wurde als Zeuge darauf aufmerksam und griff beherzt ein. Mit seiner Hilfe konnte der Ladendieb bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Die gestohlenen Parfümpackungen im Wert von über 300 Euro wurden durch die Polizei an die Mitarbeiter der Drogerie zurückgegeben. Da der Täter keinen festen Wohnsitz hatte, wurde er am Folgetag auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt und in Untersuchungshaft genommen.

 

Fall 4:        Geistesgegenwärtig: Festnahme eines Serienstraftäters dank Foto

 

Der 93-jährige Winfried REH aus Kassel beobachtete am 15. Mai 2019, einem Sonntagnachmittag, wie ein unbekannter Mann vor dem Gebäude eines Kasseler Einkaufsmarktes ein Metallgestell zum Abstellen von Fahrrädern aufnahm und damit eine Scheibe der Eingangstür des Marktes einschlug. Dadurch entstand ein Schaden von ca. 2.000 Euro. Als der Täter bemerkte, dass Herr Reh ihn beobachtete, ergriff er die Flucht. Herr Reh alarmierte unterdessen über den Notruf die Polizei und es gelang dem 93-Jährigen geistesgegenwärtig auch noch, ein Foto des Täters aufzunehmen.

 

Als er den Polizeibeamten das Foto des Tatverdächtigen zeigte, erkannten diese sofort einen “alten Bekannten“ wieder. Erst am Vormittag waren sie wegen Familienstreitigkeiten bei ihm im Einsatz gewesen. So konnten die Polizisten den Täter noch in unmittelbarer Tatortnähe festnehmen und ins Polizeigewahrsam einliefern. Der Mann war schon mehrfach mit Eigentums- und Gewaltdelikten polizeilich in Erscheinung getreten und gilt als Serienstraftäter.

 

Fall 5:        Zeuge stellte Tatverdächtigen: Dieb kam in Haft

 

Am 12. August 2019 durchsuchte ein Dieb die Personal- und Lagerräume eines Bekleidungsgeschäftes am Königsplatz. Er entwendete aus den abgestellten Handtaschen der Angestellten Bargeld, Mobiltelefone und ein Portemonnaie. Der Täter konnte zwar dort von zwei Angestellten angetroffen und zunächst auch verfolgt werden, allerdings gelang ihm dann die Flucht in ein nahegelegenes Parkhaus. Ismail CEVIK war auf die Verfolgung aufmerksam geworden und konnte den Mann beim Verlassen des Parkhauses stellen und ihn bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Aufgrund der Vielzahl ähnlicher Straftaten des Tatverdächtigen wurde anschließend durch einen Richter die Untersuchungshaft angeordnet.

 

Fall 6:        Aufmerksamer Bankmitarbeiter verhindert Enkeltrick

 

Dem Bankmitarbeiter Michael WIEGAND ist es zu verdanken, dass bislang unbekannte Täter am 14. November 2019 mit ihrem Betrugsversuch bei einem älteren Herrn scheiterten. Nach den Ermittlungen der Polizei hatten unbekannte Täter den Senior aus Espenau durch die geschickte Gesprächsführung glauben lassen, dass eine Bekannte am Telefon sei, die in einer finanziellen Notlage dringend Geld benötige. Die Betrüger bestellten dem Senior sogar ein Taxi, das ihn zu seiner Bank bringen sollte. Da die Täter dort nochmals nachfragten, ob denn das Taxi auch unterwegs sei, schöpfte bereits die Taxiunternehmerin einen ersten vagen Verdacht und gab diesen vorsorglich an die Bank weiter.

 

Als der Senior in der Bankfiliale angekommen war und 30.000 Euro von seinem Konto abheben wollte, ließ sich Herr Wiegand von seinem Kunden die Hintergründe erläutern. Eine angeblich entfernte Bekannte hatte sich bei dem Kunden telefonisch gemeldet und erklärt, das Geld dringend für den Kauf einer Immobilie zu benötigen. Während des Gesprächs erhärtete sich bei Herrn Wiegand der Verdacht, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Betrugsversuch handelte und er verständigte mit Einverständnis des Kunden die Polizei. Da die Täter offenbar vermuteten, dass sie aufgeflogen sein könnten, erschienen sie nicht zur verabredeten Übergabe des Geldes. Herr Wiegand hat durch sein umsichtiges Handeln einen erheblich finanziellen Schaden verhindert.

 

Fall 7:        Mutiger Autofahrer stellt Räuber in Bad Emstal

 

Am 4. Dezember 2019 stellte Thorsten SIEBERT-GUTBIER einen Räuber, der zuvor mit einem Messer bewaffnet in Bad Emstal ein Schuhgeschäft und eine Apotheke an der Kasseler Straße überfallen hatte. Im Vorbeifahren bemerkte der 43-Jährige die Apothekerin, die einem Mann nacheilte und um Hilfe rief. Er hielt an, stieg aus und nahm die Verfolgung des Tatverdächtigen auf. In der Schulstraße konnte er den Räuber, der sich gerade seiner Maskierung und des Messers entledigt hatte, stoppen und bis zum Eintreffen der Polizeibeamten der Polizeistation Wolfhagen festhalten. Der wohnsitzlose 36-jährige Tatverdächtige wurde auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft genommen.

 

 

Veranstaltungen im Jahr 2019:

 

29. November 2019:

Polizeichor Kassel und das Landespolizeiorchester Hessen sangen und musizierten in St. Familia:

Vorweihnachtliches Konzert unseres Vereins war wieder ein großer Erfolg

 

Am Freitag, den 29. November 2019, wie immer am letzten Freitag vor dem 1. Advent, fanden rund 400 Mitglieder und Freunde des Vereins Bürger und Polizei den Weg in die katholische Kirche St. Familia an der Kölnischen Straße in Kassel zum traditionellen vorweihnachtlichen Konzert und ließen sich dabei musikalisch auf die Adventszeit einstimmen. Der scheidende Dechant Harald Fischer bedankte sich schon bei der Begrüßung im Voraus für die Kollekte am Ende der Veranstaltung, die in diesem Jahr wieder für das monatlich stattfindende Sonntagsessen für bedürftige Menschen geplant war. Um es vorweg zu nehmen: Es kamen 1.141,28 Euro zusammen. Vielen Dank dafür!

 

 

 

Das Foto zeigt den Polizeichor Kassel mit der Sopranistin Michiko Hotta-Katzmann

 

Rund 85 Minuten sangen und musizierten die Sänger vom Polizeichor Kassel unter der Leitung von Kurt Hellwig und die Musikerinnen und Musiker vom Landespolizeiorchester Hessen unter der Leitung von Laszlo Szabo und brachten dabei eine feierliche und adventliche Stimmung rüber, die das Publikum mitnahm. Der Polizeichor Kassel wurde wie immer von der Pianistin Shanji Quan begleitet, die auch mit einem Solo zur Freude der Zuhörer in die Tasten griff. Erstmals mit dabei war die Sopranistin Michiko Hotta-Katzmann, die sowohl im Solo als auch mit dem PC Kassel begeistern konnte.

 

Zum Schluss des Benefinz-Konzerts musizierten und sangen alle das Weihnachtlied "Macht hoch die Tür". Das ist seit über 30 Jahren Tradition bei unserem vorweihnachtlichen Konzert.

 

Vielen Dank an unsere Vorstandsmitglieder Sabine Knöll und Norbert Berndt, die gemeinsam mit Frau Pummer von unserer Geschäftststelle die Veranstaltung vorbereitet und organisatorisch durchgeführt haben!

 

 

30. Oktober 2019:

Vortragsveranstaltung mit Prof. Dr. Marcel A. Verhoff

"Rechtsmedizin - zwischen Krimi und Realität"

 

Eine großartige Resonanz fand unser traditioneller Herbstvortrag mit Prof. Dr. Verhoff, den wir alle noch als Giessener Rechtmediziner kennen und der auch der Kasseler Öffentlichkeit noch mit seinem Einsatz bei der zeitlich/historischen Einordnung der Skelettfunde auf einer Uni-Baustelle in Kassel in guter Erinnerung ist. Jetzt ist er Direktor der Rechtsmedizin am Uniklinikum Frankfurt. Rund 180 Mitglieder, Freunde und Gäste des Vereins Bürger und Polizei in Kassel hatten den Weg ins Polizeipräsidium gefunden und verfolgten gespannt die Ausführungen des bundesweit anerkannten Rechtsmediziners.

 

 

 

(Prof. Dr. Marcel A. Verhoff bei seinem Vortrag mit einem Beispiel aus dem Kölner Tatort)

 

Der nahm unterhaltsam und fachlich fundiert seine Zuhörer mit in die Welt der Rechtsmedizin, gab Einblicke in die modernen Möglichkeiten und verdeutlichte dennoch die Unterschiede zwischen der Realität und den Fiktionen in den unterschiedlichen Krimi-Formaten.

 

Für den fachlich interessanten Abend bedanken wir uns beim Referenten und den Organisatoren des Vorstands, Harald Goldmann und Sabine Knöll.

 

 

04. Juli 2019

Unser Sommerfest: Super Wetter, tolle Gäste und beste Stimmung:

Herbert Schäfer und Axel Welch wurden als Jubilare geehrt

 

Mit rund 120 Mitgliedern und Gästen haben wir am Freitag, den 28. Juni 2019, unser traditionelles Sommerfest auf der herrlichen Anlage der Kanu-Abteilung des PSV Grün-Weiß Kassel am Fulleufer gefeiert. Als Ehrengäste konnte Polizei- und Vereinspräsident Konrad Stelzenbach den Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle, Stadtverordnetenvorsteher Volker Zeidler, den Landtagsabgeordneten Wolfgang Decker und zahlreiche ehrenamtliche Stadträte begrüßen.

 

 

Bei herrlichem Sommerwetter und ohne Gewittervorhersage konnten wir an den blumengeschmückten Tischen das Essen unseres Vereinsmitglieds Horst Gude und seiner Familie (Hotel Gude / Restaurant Pfeffermühle) genießen, das von Chefkoch Fritz Wimmer und seinen Mitarbeitern serviert wurde. Bei der wie immer schönen Musik des Orchesters Lohfelden verbrachten die Gäste und Mitglieder den Abend in bester Stimmung.

 

 

 

Mit Herbert SCHÄFER und Axel WELCH konnte der Verein auch bei diesem Sommerfest unter dem Applaus des Publikums wieder Mitglieder für ihre langjährige Treue zum Verein öffentlich ehren und auszeichnen. Beide Jubilare befinden sich in allerbester Gesellschaft. Denn unser 1987 gegründete Verein hat bereit rund 150 Menschen für ihre über 25-jährige Mitgliedschaft auszeichnen können.

 

 

Ehrung für 25 Jahre Treue zum Verein Bürger und Polizei in Kassel: Herbert Schäfer und Axel Welch (Dritter und Vierter von links)

 

Herzlichen Dank an dieser Stelle an die fleißigen Helfer, die beim Aufbau, am Abend selber und beim Abbau Hand angelegt haben, um dieses Fest in der Form überhaupt möglich zu machen. 

 

Weitere Impressionen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

16. Mai 2019:

32. Mitgliederversammlung ehrte Dr. Jürgen Gehb für 25 Jahre Vereinstreue

 

55 Anmeldungen lagen uns für die Mitgliederversammlung am Dienstag, 14. Mai 2019, vor, 45 Mitglieder fanden letztlich den Weg zum Vereinshaus der Kanu-Abteilung des PSV Grün-Weiß Kassel. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle an Horstmar Werner und sein Team, die wieder für unser leibliches Wohl sorgten!

Vereinspräsident Stelzenbach zog eine sehr überzeugende Bilanz für das vergangene Vereinsjahr. Wir haben derzeit 313 Mitglieder. davon 80 aktive oder bereits pensionierte Polizeibeamte. Sechs Mitglieder verstarben seit der letzten MGV. Ihrer wurde im Rahmen der Totenehrung gedacht. Fünf Mitglieder traten zumeist altersbedingt aus. Im gleichen Zeitraum konnten wir neun neue Mitglieder dazu gewinnen.

 

 

 

 Polizei- und Vereinspräsident Konrad Stelzenbach bei seinem Bericht (Foto Jungnitsch)

 

Die alles überragende Veranstaltung unseres Vereins ist mittlerweile die Verleihung der "Kasseler Polizeimedaille", die wir in diesem Jahr bereits zum 20. Mal verliehen haben. 11 Bürgerinnen und Bürger wurden für ihre mutigen und couragierten Taten geehrt. Zum 2. Mal haben wir die "Kasseler Polizeimedaille Spezial" vergeben, in diesem Jahr an die Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst". Die Sendung unterstützt seit über 50 Jahren sehr aktiv die Arbeit der Polizei.

 

Präsident Stelzenbach berichtete auch zu verschiedenen Unterstützungsprojekten, die wir - auch dank mehrerer Spenden - durchführen konnten. Die Kasseler Sparkasse unterstützte uns bei der Anschaffung von 61 neuen Fahrrädern für die Jugendverkehrsschule des Landkreises. Die Radfahrausbildung der Kinder erfolgt durch Verkehrserzieher des PP Nordhessen. Die Übergabe der Fahrräder fand bereits Anfang des Jahres bei einem Training im Realverkehr an der Grundschule in Lohfelden-Vollmarshausen statt. An dieser nahmen Ingo Buchholz (Kasseler Sparkasse), Landrat Uwe Schmidt, PP Konrad Stelzenbach, Gerald Hoffmann (1. Vizepräsident Verein Bürger und Polizei) und Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch teil.

 

Eine namhafte Spende haben wir auch von der Sparda Bank Hessen erhalten. Filialdirektor Ulf Penker und Frau Karin Schlicht von der Kasseler Sparda Bank hatten sich für uns erfolgreich bei der Hauptstelle in Frankfurt eingesetzt. Präsident Stelzenbach und Schatzmeister Siebeneicher konnten sich bei unserer Mitgliederversammlung persönlich bei Frau Schlicht bedanken.

 

 

 

DANK für die Spende der Sparda Bank:

Das Foto zeigt von links nach rechts Präsident Konrad Stelzenbach, Frau Karin Schlicht (Sparda Bank Kassel) und Schatzmeister Werner Siebeneicher (Foto Harald Goldmann)

 

Mit ihrer Hilfe konnten wir die Deutschen Polizeimeisterschaften im Handball der Frauen wirkungsvoll unterstützen. Titelverteidiger Hessen war wieder im Finale und konnte seinen in Bad Hersfeld gewonnenen Titel erfolgreich gegen Baden-Württemberg verteidigen. Die nächsten DPM finden in drei Jahren im Bereich des PP Mittelhessen statt. Neben diesen beiden Spenden erhielt der Verein auch Zuwendungen von Mitgliedern und aus dem Bereich der Justiz, die uns Geldauflagen und Geldbußen zuwies.

 

Finanziell steht unser Verein sehr solide dar. Schatzmeister Werner Siebeneicher, der nun schon über zwei Jahrzehnte für die Finanzen zuständig ist, gab den Mitgliedern Einblick in die Einnahmen und die Ausgaben des Vereins.

 

 

 

Schatzmeister Werber Siebeneicher trug den Kassenbericht vor (Foto Jungnitsch)

 

Die Prüfung der Hauptkasse und der von Pressereferentin Sabine Knöll geführten Handkasse durch die Mitglieder Jürgen Voss und Renate Bauer ergab keinerlei Beanstandung. Der von Renate Bauer beantragten Entlastung des Präsidiums stimmten die Mitglieder einstimmig zu.

 

 

 

Kassenprüferin Renate Bauer (Foto Jungnitsch)

 

Frau Bauer verbleibt noch ein Jahr in der Funktion, als zweite Kassenprüferin würde Mitglied Eve Rotthoff vorgeschlagen und gewählt.

 

Für seine 25-jährige Vereinstreue konnten Präsident Konrad Stelzenbach und Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch Dr. Jürgen Gehb aus Kassel auszeichnen. Dr. Gehb war Bürgermeister in Kassel, Bundestagsabgeordneter der CDU und zuletzt BIMA-Chef bis Februar 2018.

 

 

 

DANK für Vereinstreue:

Das Foto zeigt von links nach rechts PP Konrad Stelzenbach, Jubilar Dr. Jürgen Gehb und Geschäfstführer Wolfgang Jungnitsch

 

 

 

12. Februar 2019:

20. Verleihung der Kasseler Polizeimedaille:

Elf couragierte Menschen öffentlich ausgezeichnet

 

Zum 20. Mal haben das Polizeipräsidium Nordhessen und der gemeinnützige Verein Bürger und Polizei in Kassel am Montagabend öffentlich Menschen ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr die Arbeit der Kasseler beziehungsweise der nordhessischen Polizei in vorbildlicher Weise unterstützt und durch ihre couragierten Taten dazu beigetragen haben, Straftaten zu verhindern, sie aufzuklären oder Tatverdächtige dingfest zu machen. Elf Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Kassel und der Region wurden vom Präsidium des Vereins nach Vorschlägen der nordhessischen Polizeidienststellen für die Auszeichnung mit der „Kasseler Polizeimedaille“ ausgewählt. Sie konnten am Abend die Ehrung aus den Händen von Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, der auch Präsident des Vereins Bürger und Polizei in Kassel ist, entgegen nehmen. Präsident Stelzenbach wurde bei der Übergabe der Medaillen von der hessischen Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und dem Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle unterstützt. Beide Ehrengäste und Polizeipräsident Konrad Stelzenbach zollten in ihren Ansprachen den neuen Trägern der Kasseler Polizeimedaille für ihre Zivilcourage und ihr mutiges Handeln großen Respekt und brachten ihre persönliche Anerkennung zum Ausdruck.

 

Diese Menschen sind Vorbilder für unsere Gesellschaft

 

Die Medaillenträger sind Vorbilder für unsere Gesellschaft. Darin waren sich am Abend alle im Polizeipräsidium Nordhessen einig. „Die Kassler Polizeimedaille gehört zu Kassel. Sie zeichnet Menschen aus, die couragiert eingreifen, wenn andere wegschauen. Sie gibt mutigen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern eine Bühne, sagt Danke und will andere motivieren, eben nicht wegzuschauen“, sagte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann. „Zivilcourage ist auch ein Stück gelebte Solidarität. Sie zeigt an, wie sehr die Menschen noch aufeinander achten und wie sehr sie bereit sind, sich gegenseitig zu unterstützen“, so die Ministerin weiter. „Ich danke deshalb allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich für andere einsetzen. Diejenigen, die heute ausgezeichnet werden, aber auch die vielen Helden des Alltags.“ Auch für den Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle steht fest: „Menschen, die durch mutiges, verantwortungsbewusstes und besonnenes Handeln anderen Mitbürgern in Not geholfen haben, geben für viele ein Vorbild und verdienen eine besondere Anerkennung“, erklärte Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle. „Der Verein Bürger und Polizei e.V. würdigt diese Zivilcourage jetzt zum 20. Mal in einer besonderen Art und Weise und schafft damit ein Bewusstsein für ein besseres Miteinander in unserer Gesellschaft.“

 

 

 

Das Foto zeigt von links nach rechts: Katrin Miller, Henri Vollbrecht, Diana Sandleben, Martin Malcher, Justizministerin Eva Kühne-Hörmann, Oberbürgermeister Christian Geselle,

Nicola Haenisch-Korus (XY), PP Konrad Stelzenbach, Ina-Maria Reize-Wildemann (XY), Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch, Ulrich Zabel, Jens Habicht, Fabian Küthe,

Henning Wiegand und Thomas Josef Bischof. (alle Foto dieser Veranstaltung: Markus Gebauer, PP Nordhessen)

 

 

Kasseler Polizeimedaille mit langer Tradition und Rekordbesuch

 

Die zum zwanzigsten Mal stattfindende Auszeichnung mit der vom Verein Bürger und Polizei im Jahr 2000 gestifteten “Kasseler Polizeimedaille” erfolgte im Rahmen eines Festaktes im Polizeipräsidium in Kassel. Mit über 200 Gästen und zahlreichen Medienvertretern war der Veranstaltungssaal im Polizeipräsidium bis auf den letzten Platz besetzt, Rekordbesuch. Trotz aller Prominenz der Ehrengäste standen natürlich auch in diesem Jahr die Medaillenträger und ihre couragierten Taten im Mittelpunkt des Abends.

 

 

 

Der "Medaillentisch 2019"

 

„Die Menschen, die heute Abend die Kasseler Polizeimedaille bekommen haben, sind mit Mut und Zivilcourage aufgetreten. Sie haben Empathie für ihre Mitmenschen gezeigt, die in Not waren oder die Polizei entscheidend bei ihrer Arbeit unterstützt“, sagte Vereins- und Polizeipräsident Konrad Stelzenbach. „Ihr Verhalten war vorbildlich“, betonte der nordhessische Polizeichef.

 

Lobenswertes Verhalten in ganz unterschiedlichen Fällen

 

Die elf neuen Träger der Kasseler Polizeimedaille, darunter drei Frauen und acht Männer, sind in diesem Jahr zwischen 20 und 70 Jahre alt. Sie stammen aus Kassel (2), Wolfhagen (2), Grebenstein, Diemelsee, Korbach, Knüllwald, Fritzlar, Sontra und Remagen. Sie waren im vergangenen Jahr bei polizeilichen Einsatzsituationen in ganz unterschiedlicher Form aktiv. Sie halfen durch schnelle und präzise Mitteilung ihrer Wahrnehmungen von Straftaten oder durch beherztes aber gleichwohl überlegtes Einschreiten bei beobachtetem Unrecht in bemerkenswerter Art mit, Straftaten zu verhindern, Täter festzunehmen oder wichtige Ermittlungs- und Aufklärungsschritte der Polizei zu ermöglichen.

 

Kasseler Polizeimedaille Spezial für die Sendung „Aktenzeichen XY …ungelöst

 

Seit über 50 Jahren unterstützt die Sendung „Aktenzeichen XY …ungelöst“ die Polizei bei der Klärung schwerster Verbrechen. „Auch zahlreiche Fälle aus Kassel und Nordhessen wurden in der Sendung als Filmbeiträge gezeigt und unterstützten die Ermittlungsarbeit unserer Kollegen“, sagt Polizeipräsident Konrad Stelzenbach. Den Preis nahmen stellvertretend für das gesamte Redaktionsteam Ina-Maria Reize-Wildemann, die Leiterin der verantwortlichen Redaktion, und Redakteurin Nicola Haenisch-Korus entgegen.

 

 

 

 

Zu recht viel Ehre für die "Macher" der Sendung Aktenzeichen XY ...ungelöst: Das Fotos zeigt von links nach rechts:

Die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann, den Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle, Nicola Haenisch-Korus (XY),

Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch, Ina-Maria Reize-Wildemann (Redaktionsleiterin) und Polizeipräsident Konrad Stelzenbach.


„Wir freuen uns über diese Auszeichnung sehr. Es erfüllt uns alle – das gesamte Team - schon auch mit einem gewissen Stolz, dass unsere Arbeit eine solche Wertschätzung erfährt. Ein Preis wie die Kassler Polizeimedaille zeigt uns, dass wir mit unserer Arbeit richtig liegen“, erklärten beide. Rudi Cerne, seit 2002 Moderator und Gesicht der Sendung, war leider aufgrund von Dreharbeiten verhindert.

 

Wolfgang Jungnitsch

Geschäftsführer

0176 – 53 66 99 41

 

Sabine Knöll

Pressereferentin

0561 / 910 - 3470

 

 

Die Fälle:

 

Fall 1:        Serienbankräuber nach 20 Jahren gefasst

 

Durch Hinweise des Zeugen Fabian Küthe (26) konnte eine rund 20 Jahre andauernde Serie von Raubüberfallen auf Geldinstitute in Deutschland geklärt und ein 45 Jahre alter Tatverdächtiger im Raum Siegen festgenommen werden.

 

Am 2. Januar 2018 war in der Mittagszeit die Filiale der Waldecker Bank in Diemelsee-Adorf von einem Einzeltäter überfallen worden. Dieser betrat maskiert die Filiale und bedrohte die Bankmitarbeiter mit einer schwarzen Pistole. Er konnte mit seiner Beute in Höhe von 11.000,- Euro zunächst unerkannt entkommen. Im Rahmen erster Ermittlungen und einer Nachbarschaftsbefragung konnte Herr KÜTHE umfangreiche Angaben zu verdächtigen Wahrnehmungen machen. Wie sich herausstellte, war ihm der mutmaßliche Täter zweimal vor der Tat begegnet, sodass er ihn relativ gut beschreiben konnte. Entscheidend war aber sein Hinweis auf ein verdächtiges Auto, welches ihm vor der Tat aufgefallen war. Er konnte den neuen Audi A5 mit Ingolstädter-Kennzeichen sehr gut beschreiben. Auch anhand dieses Hinweises gelang es der bei der Kripo Korbach eingerichteten „AG Connect“, den Täter zu ermitteln. Er legte ein Geständnis ab und wurde zwischenzeitlich wegen einer Vielzahl von Banküberfällen zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Über fast 20 Jahre hatte er eine Berufstätigkeit vorgetäuscht, lebte aber ausschließlich von seinen Banküberfällen.

 

Fall 2:     Zwei Täterfestnahmen nach nächtlichem Firmeneinbruch

 

Der Zeuge Habicht kehrte am 27. Januar 2018 kurz vor Mitternacht von der Jagd zurück, als ihm ein PKW mit auswärtigen Kennzeichen auffiel, der in der Nähe eines Firmengeländes in Grebenstein abgestellt war. Durch seine bei der Jagd mitgeführte Wärmebildkamera erkannte er, dass sich auf dem Firmengelände zwei Personen aufhielten und verständigte sofort den Inhaber der Firma. Dieser alarmierte seinerseits gleich die Polizei. Durch die schnelle Information und die präzisen Hinweise gelang es den Polizeibeamten, einen der beiden Täter noch auf dem Firmengelände festzunehmen. Bei der anschließenden Fahndung nach dem zweiten Täter bot Herr Habicht den Beamten sofort seine Wärmebildkamera an. Durch diese konnte der zweite Täter in einem bewachsenen Graben in der Dunkelheit ausfindig gemacht und von den Beamten der Polizeistation Hofgeismar ebenfalls festgenommen werden.

 

Fall 3:     Zwei Täter nach Einbruch in Goldschmiede festgenommen

 

Der Hotelier Ulrich ZABEL bereitete am Sonntag, den 25. Februar 2018 gerade das Frühstück vor, als er durch laute Geräusche auf einen Einbruch beim Juwelier Ochs aufmerksam wurde. Durch ein Fenster sah er, dass zwei Täter eine Scheibe des Geschäfts eingeschlagen hatten. Er alarmierte sofort die Korbacher Polizei. Einer der Täter stieg in das Geschäft ein, während der andere Mann Schmiere stand. Durch die schnell am Tatort eintreffende Streife der Polizeistation Korbach konnte einer der Männer noch vor Ort festgenommen werden. Der zweite Täter hatte sich aus dem Staub gemacht, wurde im Rahmen der Fahndung aber ebenfalls im Stadtgebiet von Korbach gestellt. Nur durch die präzisen Angaben des Zeugen gelang die Festnahme der beiden Einbrecher. Zudem konnte die gesamte Beute aus über 100 Schmuckstücken und Uhren im Wert von rund 20.000,- Euro sichergestellt werden.

 

Fall 4:        Versuchtes Tötungsdelikt: Durch mutiges Einschreiten Schlimmeres verhindert

 

Frau Sandleben ging am Mittwoch, den 25. April 2018, in der Mittagszeit in Sontra mit ihrem Hund spazieren, als sie Zeugin eines versuchten Tötungsdelikts wurde. Sie sah wie ein Fußgänger sein späteres Opfer während der Fahrt von seinem Fahrrad schubste, sodass dieser schwer stürzte. Anschließend trat der 27-jährige Täter mehrfach mit seinem Fuß auf den Kopf des am Boden liegenden Opfers ein. Der gehbehinderte 56-Jährige erlitt schwerste Verletzungen. Frau Sandleben schrie den Täter an, er solle den Mann in Ruhe lassen. Daraufhin ließ er zunächst von seinem Opfer ab und ging einige Meter davon. Kurz darauf kam er zurück, schlug und trat weiterhin auf den Mann ein. Wieder schrie Frau Sandleben den Täter an, er solle aufhören. Selbst als der Täter Frau Sandleben bedrohte, hörte sie nicht auf einzuschreiten. Schließlich ließ der Täter von seinem Opfer ab und ging davon. Die Polizei und der Rettungsdienst wurden von jungen Mädchen gerufen, die ihr Handy dabei hatten. Der Täter konnte nach kurzer Fahndung festgenommen werden. Das Opfer hatte massive Gesichtsverletzungen und diverse Knochenbrüche erlitten. Der Verdacht auf Hirnblutungen bestätigte sich zum Glück nicht.

 

Fall 5:        Festnahme nach PKW-Aufbruch

 

Frau Janssen beobachtete am Vormittag des 2. Juni 2018 aus ihrer Wohnung in der Kasseler Südstadt heraus einen Unbekannten, der in der Johannesstraße die Seitenscheibe eines geparkten VW Sharan einschlug und nach der Tat flüchtete. Die Zeugin alarmierte die Polizei und nahm unverzüglich mit ihrem Fahrrad die Verfolgung des Tatverdächtigen auf. Durch ständige Standortmitteilungen und die Beschreibung des Täters konnte dieser schließlich nur 10 Minuten nach der Tat in einem Hinterhof in der Mozartstraße festgenommen werden. Er wurde von Frau Janssen eindeutig wiedererkannt. Im Zuge der Ermittlungen konnte dem 42-jährigen Tatverdächtigen noch ein weiteres Eigentumsdelikt nachgewiesen werden.

 

Fall 6:        Einbruch durch couragierte Zeugen verhindert; Polizei nimmt 57-Jährigen fest

 

Herrn Vollbrecht und Herrn van Wees ist es zu verdanken, dass ein Einbruch in ein Geschäft an der Wilhelmshöher Allee vereitelt wurde und der 57-jährige Tatverdächtige aus Kassel noch auf der Flucht festgenommen werden konnte. Die beiden Zeugen beobachteten in dieser Nacht zum Donnerstag, den 28. Juni 2018, gegen 1 Uhr morgens einen Unbekannten bei dem Versuch, die Scheibe eines Geschäftes einzuschlagen. Als der Einbrecher erkannte, dass er beobachtet wird, ergriff er sofort die Flucht. Herr Vollbrecht und Herr van Wees informierten umgehend die Polizei und verfolgten den Täter. Durch die Nacheile konnten sie der anrückenden Streife das Versteck des Einbrechers durchgeben, der dann in der Hansteinstraße festgenommen werden konnte. Bei ihm wurde umfangreiches Einbruchswerkzeug sichergestellt. Die Ermittlungen am Tatort ergaben, dass der Täter bereits ein Loch in die Sicherheitsverglasung des Geschäftes geschlagen hatte.


Fall 7:        Festnahme nach Sachbeschädigung und Angriff auf Passanten dank couragierter Zeugin

 

Frau Miller beobachtete am Dienstag, den 31. Juli 2018, abends um kurz nach 22 Uhr am Königsplatz in der Kasseler Innenstadt einen Mann, der wahllos Sachbeschädigungen beging und auf seinem weiteren Weg in der Unteren Königsstraße auch einen Passanten tätlich angriff und ihn dabei leicht verletzte. Frau Miller hatte gleich zu Beginn ihrer Beobachtungen über Notruf die Polizei verständigt und den Täter nicht aus den Augen gelassen. Durch die gute Personenbeschreibung und die ständigen Standortmeldungen konnten die Beamten den Randalierer auf der Kurt-Schumacher-Straße stellen und trotz heftiger Gegenwehr festnehmen. Auf seinem Weg durch die Stadt hatte der leicht alkoholisierte und geistig verwirrte 24-jährige Täter mehrere Schaufensterscheiben beschädigt und dabei einen geschätzten Sachschaden von 5.000 Euro angerichtet.

 

Fall 8:        Festnahme nach Einbruch in Baumarkt

 

Herr Sedat befand sich am Sonntag, den 28. Oktober 2018, gegen 1 Uhr zufällig in der Bahnhofstraße in Wolfhagen, als er an dem dortigen Baumarkt verdächtige Beobachtungen machte. Er sah Licht im Markt und erkannte, dass sich mehrere Personen im Inneren des Gebäudes befinden. Da er vermutete, dass es sich bei den Personen um Einbrecher handeln könnte, sprach er Herrn Wiegand an, der sich ebenfalls in der Nähe befand, über Handy die Polizei zu alarmieren, damit er das Geschehen weiter beobachten konnte. Die alarmierten Streifen waren schnell vor Ort und es gelang, zwei der Täter nach kurzer Verfolgung festzunehmen. Die Männer führten sowohl das Diebesgut als auch das Einbruchswerkzeug mit sich.

 

Fall 9:        Explosion bei Einbruch in Munitionsbunker;  Zeuge gab entscheidenden Hinweis zur Täterermittlung

 

Am Abend des 20. November 2018 erschütterte eine heftige Explosion den Fritzlaer Stadtwald. Unbekannte Täter hatten versucht, in fünf ehemalige Munitionsbunker bei Rothhelmshausen einzubrechen. In den mittlerweile privatwirtschaftlich genutzten Bunkern lagerte Pyrotechnik. Beim Versuch, die Lager gewaltsam zu öffnen, entzündete sich das Material. Für alle zehn Fritzlaer Wehren und die Polizei hieß das um 21.40 Uhr Großalarm. Zwei Kammern der Bunkeranlagen standen beim Eintreffen von Polizei und Feuerwehr im Vollbrand. Zuvor hatte es eine starke Explosion gegeben, die noch im 10 Kilometer entfernten Bad Zwesten zu hören gewesen sein soll. Durch die Angaben von Herrn Bischoff zu einem verdächtigen Fahrzeug einschließlich des genauen Kennzeichens konnte die Kripo in Homberg diesen brisanten Fall schnell aufklären und den 25-jährigen Hauptverdächtigen und fünf Mittäter (2 Männer und 3 Frauen) aus Nord- und Osthessen ermitteln. Der 25-Jährige legte ein umfängliches Geständnis, auch über die Tatbeteiligungen seiner Mittäter, ab. Die schnelle Aufklärung der Tat war auch deshalb besonders wichtig, da ein Einbruch mit Ziel, an Sprengmittel zu gelangen, in der Bevölkerung Ängste auslöst und das Sicherheitsgefühl beeinträchtigt.

 

„Kasseler Polizeimedaille Spezial“ für die Sendung „Aktenzeichen XY …ungelöst

 

In diesem Jahr verleihen der Verein Bürger und Polizei in Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen die „Kasseler Polizeimedaille Spezial“ zum zweiten Mal. Preisträger ist die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY …ungelöst“.

 

Begründung der Jury:

 

Das von Eduard Zimmermann erdachte Fernsehformat wurde am 20. Oktober 1967 erstmals ausgestrahlt. Zum damaligen Zeitpunkt war dies eine Weltneuheit als eigenständiges Sendeformat. Seit nunmehr fast 52 Jahren unterstützt die Sendung die Kriminalpolizei erfolgreich bei der Ermittlung von schwerwiegenden Straftaten. Wie allgemein bekannt ist, werden in der Sendung insbesondere Kriminalfälle vorgestellt, bei denen erfahrene Ermittler trotz intensivster Arbeit oft an Grenzen stoßen und neue Ermittlungsansätze suchen. Einige dieser Fälle liegen zum Teil schon Jahre oder gar Jahrzehnte zurück, die sogenannten „Cold Cases“.

 

Umso erstaunlicher ist die beachtliche Aufklärungsquote der Sendung mit über 40 Prozent geklärter Fälle. Schon die Bilanz zum 50. Geburtstag im Jahr 2017 war beeindruckend: 523 Sendungen, 4.586 Kriminalfälle, davon 1.853 gelöst und 2.319 Täter festgenommen.

 

Auch nach über 50 Jahren leistet „Aktenzeichen XY …ungelöst“ mit jeder neuen Sendung einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag zur Kriminalitätsbekämpfung und damit auch zur Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger. Dafür gebührt der Sendung und den Verantwortlichen Dank und Anerkennung der Polizei!

 

Wolfgang Jungnitsch, Geschäftsführer

 

 

Veranstaltungen im Jahr 2018:

 

 

30. November 2018:

Vorweihnachtliches Konzert in St. Familia

 

Der Polizeichor Kassel unter der Leitung von Kurt Hellwig und das Landespolizeiorchester Hessen mit Dirigent Laszlo Szabo begeisternten wieder einmal das Publikum in der bis auf den letzten Platz gefüllten katholischen Kirche St. Familia in der Kölnischen Straße in Kassel. Seit vielen Jahren ist auch die Pianistin Shanji Quan eine treue Begleiterin der Polizeichors bei dessen Auftritten und fasziniert alle Jahre wieder ihr Publikum mit ihrem virtuosen Spiel.

 

 

 

Erstmals mit von der Partie war an diesem Abend die junge Sopranistin Jasmin Schäfer aus Nieste, die mit großem Applaus von der Konzertgästen bedacht wurde. Unter ihnen war an diesem Abend

auch Politprominenz aus Kassel. Oberbürgermeister Christian Geselle und Stadtrat Dirk Stochla verfolgten ebenso begeistert wie die rund 400 Besucher dieses Konzert.

 

 

Am Ende gab es für die musikalischen Darbietungen wieder einmal standing ovations, die auch schon Edgar Sterkel mit seinem Trompetensolo auf dem Höhepunkt des Konzertes genießen konnte.

Die Kollekte am Ende des Konzerts erbrachte 1.366,78 Euro, die der Kirchengemeinde St. Familia für das traditionelle "Sonntagsessen" für bedürftige Menschen zur Verfügung gestellt wurde.

 

 

1. November 2018:

Vortrag: Wissenschaft im Dienst der Polizei

 

Carsten Schenk, Psychologie-Oberrat in Diensten der Hessischen Polizei, hielt am Dienstag, den 30. Oktober 2018, im Polizeipräsidium einen Vortrag über die facettenreiche Arbeit des Zentralen Polizeipsychologischen Dienstes (ZPD) der Hessischen Polizei. Etwa 50 Gäste waren der Einladung unseres Vereins gefolgt und sollten ihr Kommen nicht bereuen. Polizeipräsident Konrad Stelzenbach begrüßte die Zuhörer und stellte den Gastreferenten kurz vor.

 

 

 

Begrüßung der Gäste durch Polizeipräsident Konrad Stelzenbach

 

Neben der polizeilichen Einsatzunterstützung aus ganz unterschiedlichen Anlässen (z.B.: Bombendrohungen, Entführungen, Geiselnahmen bis hin zum Terrorverdacht) liegt einer der Schwerpunkte der Arbeit des ZPD in der psychosozialen Notfallversorgung polizeilicher Einsatzkräfte nach stark belastenden Ereignissen jeglicher Art. Dies bildete auch den Schwerpunkt seines sehr interessanten Vortrags.

 

 

 

Erfreulicherweise hat sich auch die örtliche Presse für diese Thematik interessiert. Die HNA führte bereits vor der Veranstaltung ein ausführliches Interview mit Carsten Schenk, das von unserer Pressereferentin Sabine Knöll betreut wurde. Eine Redakteurin des Extratips verfolgte den Vortrag am Abend. Veröffentlichungen sind für das Wochenende angekündigt. Wir sind gespannt!

 

Nach einem fast zweistündigen Vortrag beantwortete Carsten Schenk geduldig noch mehrere Nachfragen interessierter Besucher und wurde anschließend mit viel Beifall und einem Präsentkorb als kleines Dankeschön nach Wiesbaden verabschiedet.

 

 

8. Juni 2018:

Bürger und Polizisten feierten traditionelles Sommerfest;

Renate Korff für 25 Jahre Vereinstreue geehrt

 

Über 100 Bürger und Polizisten, alle Mitglieder des Vereins Bürger und Polizei in Kassel oder deren Gäste, feierten am vergangenen Wochenende ihr traditionelles Sommerfest auf dem Gelände der Kanuabteilung des PSV Grün-Weiß Kassel direkt an der Fulda. Bei hochsommerlichen Temperaturen und ohne die eigentlich vorhergesagten Gewitter konnte Polizeipräsident Konrad Stelzenbach auch Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle begrüßen, der mit seinem Besuch auch den Stellenwert des Vereins in der Stadtgesellschaft unterstrich.

 

Zu den Melodien und Klängen des Orchesters Lohfelden unter der Leitung von Bernd Schmelz servierte das Team von Vereinsmitglied Horst Gude unter Leitung von Chefkoch Fritz Wimmer auch in diesem Jahr allen Gästen an den festlich geschmückten Tischen wieder ein äußerst schmackhaftes Vier-Gänge-Menü aus dem Restaurant Pfeffermühle.

 

Unter dem Applaus des Publikums konnte Vereinspräsident Konrad Stelzenbach dann auch noch das Mitglied Renate KORFF (Kassel) für ihre langjährige Treue zum Verein und die 25-jährige Mitgliedschaft mit einer Urkunde ehren. Die Jubilarin befindet sich in guter Gesellschaft. Rund 140 Menschen aus Kassel und dem nordhessischen Umland gehören mittlerweile seit 25 oder mehr Jahren dem Verein, der derzeit etwa 330 Mitglieder hat, an.


 

 

Das Foto zeigt die Jubilarin Renate KORFF mit Polizeipräsident Konrad Stelzenbach (links) und Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch

 

Am 30. Oktober findet die nächste Veranstaltung des Vereins Bürger und Polizei Kassel statt. Es wird ein Vortrag des Psychologischen Dienstes der Hessischen Polizei sein, zu dem der Verein etwa drei Wochen vorher einlädt. Die traditionellen Herbstvorträge sind seit über 30 Jahren ein fester Bestandteil des Veranstaltungsprogramms des Vereins.

 

Das Vereinsjahr beschließt das traditionelle vorweihnachtliche Konzert mit dem Polizeichor Kassel und dem Landespolizeiorchester Hessen am Freitag vor dem

1. Advent, in diesem Jahr ist das der 30. November, in der katholischen St. Familia-Kirche in der Kölnischen Straße in Kassel.

 

Die Mitgliedschaft im Verein Bürger und Polizei Kassel, dessen oberstes Vereinsziel die Förderung und Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses von Bürgern und ihrer Polizei ist, kostet für natürliche Personen im Jahr 18,- Euro, für Vereine, Institutionen oder Firmen 61,40 Euro. Mehr Informationen auch unter www.bürgerundpolizei-kassel.de

 

Und hier noch einige Foto-Impressionen von unserem Sommerfest 2018......

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

25. April 2018:

31. Mitgliederversammlung des Vereins Bürger und Polizei:

Zwei Satzungsänderungen beschlossen

 

(Kassel) Die 31. Mitgliederversammlung des 1987 gegründeten Vereins Bürger und Polizei e.V. in Kassel fand am Dienstag, 17. April 2018, traditionell in den Räumen der Kanu-Abteilung des Polizeisportvereins Grün-Weiß Kassel statt. 43 Mitglieder waren der Einladung von Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, der seit zwei Jahren auch Präsident des Vereins Bürger und Polizei ist, ins Clubhaus der Kanuten am Auedamm gefolgt. Nach der Totenehrung für die seit der letzten Mitgliederversammlung verstorbenen Mitglieder Ruth Hesse (84), Antonie Steinmeyer (85) und das Gründungsmitglied und früheren 2. Vizepräsidenten Wolfgang Himmelmann (85) trugen Präsident Stelzenbach und Schatzmeister Werner Siebeneicher den Mitgliedern ihre Berichte zu den zahlreichen Aktivitäten des Vereins und die gute Kassenlage vor. Da auch die Revisoren Gerd Langhammer und Jürgen Voss dem Schatzmeister eine tadellose und vorbildliche Buchführung bescheinigen konnten, erfolgte auf Antrag der Kassenprüfer die Entlastung des Vorstandes einstimmig.

 

Geänderte Abgabenordnung machte Satzungsänderung erforderlich

 

Als ein wichtiger Tagesordnungspunkt standen in diesem Jahr aber auch zwei Satzungsänderungen auf dem Programm der 31. Mitgliederversammlung, die nach der Änderung der Abgabenordnung rechtlich erforderlich geworden waren. Die den Mitgliedern bereits mit der fristgerechten Einladung übersandten Änderungsentwürfe für die §§ 2 (Vereinszweck) und 14 (Auflösungsfolgen) wurden bereits im Vorfeld von Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch mit dem Finanzamt Kassel abgestimmt. Die vorgelegten Entwürfe zur Satzungsänderung in den §§ 2 und 14 wurden von der Mitgliederversammlung einstimmig angenommen. Geschäftsführer Jungnitsch stellte dazu in der Versammlung fest, dass alle wesentlichen Grundzüge unserer Satzung erhalten wurden und lediglich eine sprachliche Angleichung an die neue Gesetzeslage erforderlich war.

 

 

 

Blick in den Saal bei der 31. Mitgliederversammlung am 17. April 2018

 

Mitgliederstand gehalten; Kasseler Polizeimedaille ist ein Erfolgsmodell

 

Mit aktuell 317 Mitgliedern konnte der Verein Bürger und Polizei e.V. in Kassel den Stand der vergangenen Jahre in etwa halten. „Es freut mich sehr, dass wir seit der letzten Mitgliederversammlung wieder 12 Neumitglieder, unter ihnen auch die Kasseler Stadtverordnetenvorsteherin Petra Friedrich, begrüßen konnten“, stellte Präsident Stelzenbach zufrieden fest. Unter den Neumitgliedern sind auch fünf aktive Polizeibeamte. Zum Erfolg des Vereins trage sicherlich auch bei, dass sich Veranstaltungen wie die Verleihung der „Kasseler Polizeimedaille“, die in diesem Jahr bereits zum 19. Mal als Zivilcourage-Preis an Bürgerinnen und Bürger vergeben wurde, zu einem Erfolgsmodell entwickelt habe und auf ein immer breiteres Interesse in der Öffentlichkeit stoße, ist Präsident Stelzenbach überzeugt. In diesem Jahr vergab der Verein zusätzlich auch noch eine „Kasseler Polizeimedaille Spezial“ an den hessischen Radiosender FFH für seine vorbildliche Verkehrssicherheitsaktion zur Bildung der Rettungsgasse nach Unfällen.

 

Drei weitere Mitglieder des Vereins Bürger und Polizei gehören in diesem Jahr dem Verein 25 Jahre an. Da alle drei Mitglieder an diesem Tag verhindert waren, werden sie die Urkunden für ein Vierteljahrhundert Vereinstreue beim Sommerfest unseres Vereins am 8. Juni überreicht bekommen.

 

Wolfgang Jungnitsch

Geschäftsführer

 

 

17. Januar 2018:

Verleihung der Kasseler Polizeimedaille:

Verein Bürger und Polizei Kassel ehrte vierzehn Personen mit Kasseler Polizeimedaille; „Kasseler Polizeimedaille Spezial“ für HitRadio FFH

 

Zum 19. Mal haben der gemeinnützige Verein Bürger und Polizei in Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen am 16. Januar 2018 öffentlich Menschen ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr die Arbeit der Kasseler beziehungsweise der nordhessischen Polizei in vorbildlicher Weise unterstützt und durch ihre couragierten Taten dazu beigetragen haben, Straftaten zu verhindern, sie aufzuklären oder Tatverdächtige dingfest zu machen. Vierzehn Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Kassel und der Region wurden vom Präsidium des Vereins nach Vorschlägen der nordhessischen Polizeidienststellen für die Auszeichnung mit der „Kasseler Polizeimedaille“ ausgewählt. Erstmals verlieh der Verein Bürger und Polizei in Kassel auch eine „Kasseler Polizeimedaille Spezial“ an den hessischen Radiosender HitRadio FFH.

 

Ministerin und Stadtoberhaupt drückten ihren Respekt für gezeigte Zivilcourage aus

 

Die persönlichen Medaillenträger und Roul Oosthout, stellvertretender Programmdirektor von FFH, konnten am Abend die Ehrung aus den Händen von Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, der auch Präsident des Vereins Bürger und Polizei in Kassel ist, entgegen nehmen. Präsident Stelzenbach wurde bei der Übergabe der Medaillen von Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und dem neuen Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle unterstützt. Den Festakt moderierte Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch. Beide Ehrengäste aus der Landes- und Kommunalpolitik und Polizeipräsident Konrad Stelzenbach zollten in ihren Ansprachen den neuen Trägern der Kasseler Polizeimedaille gegenüber für ihre Zivilcourage und ihr mutiges Handeln großen Respekt und brachten ihre persönliche Anerkennung zum Ausdruck.

 

Vorbilder für unsere Gesellschaft; Auszeichnung setzt ein Zeichen

 

Auch die diesjährigen Medaillenträger sind Vorbilder für unsere Gesellschaft. Darin waren sich am Abend alle im Polizeipräsidium Nordhessen einig. „Die vielen mutigen Taten, das Eingreifen und Helfen, welches der Verein Bürger und Polizei in Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen mit der Polizeimedaille auszeichnen, zeigt, wie wichtig Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung in unserer Gesellschaft sind. Die Sicherheitsbehörden sind auf Menschen mit Zivilcourage angewiesen, Menschen, die hinsehen, wenn es nur allzu einfach wäre wegzuschauen“, sagte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann. „Das Verhalten der Preisträgerinnen und Preisträger mit der Kasseler Polizeimedaille auszuzeichnen und öffentlich zu machen, setzt ein Zeichen und wird hoffentlich viele weitere Menschen dazu animieren, bei Gefahr und Not nicht wegzusehen, sondern zu helfen“, so die Staatsministerin weiter.

 

Zivilcourage ist eine innere Haltung und ein Beitrag für ein besseres Miteinander

 

„Zivilcourage ist eine innere Haltung“, würdigte Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle die mit der Polizeimedaille ausgezeichneten Bürgerinnen und Bürger. Mit der Preisverleihung trage der Verein Bürger und Polizei e.V. dazu bei, ein Bewusstsein zu schaffen für ein besseres Miteinander in unserer Gesellschaft. Geselle: „Sicherlich kostet es Überwindung, mutig für andere und deren Unversehrtheit einzutreten. Hilfe holen oder andere aufmerksam machen, wenn es gefährlich wird, ist aber unerlässlich. Denn Sicherheit und Ordnung geht uns schließlich alle an“, erklärte der Kasseler Oberbürgermeister.

 

 

Knapp 200 Mitglieder und Gäste des Vereins Bürger und Polizei in Kassel verfolgten im Polizeipräsidium die Verleihung der Kasseler Polizeimedaille (Foto: Dirk Kleinhans)

 

Lobenswertes Verhalten in ganz unterschiedlichen Fällen

 

Die vierzehn neuen Träger der Kasseler Polizeimedaille, darunter sechs Frauen, fünf Männer und drei Kinder, sind in diesem Jahr zwischen 12 und 79 Jahre alt. Sie kommen aus Kassel (5), Eschwege (3), Witzenhausen (3), Lohfelden (1), Schauenburg (1) und Bad Wildungen (1). Sie waren im vergangenen Jahr bei polizeilichen Einsatzsituationen in ganz unterschiedlicher Form aktiv. Sie halfen durch schnelle und präzise Mitteilung ihrer Wahrnehmungen von Straftaten oder durch beherztes aber gleichwohl überlegtes Einschreiten bei beobachtetem Unrecht in bemerkenswerter Art mit, Straftaten zu verhindern, Täter festzunehmen oder wichtige Ermittlungs- und Aufklärungsschritte der Polizei zu ermöglichen.

 

„Besser als im Krimi“

 

Alle ganz persönlichen Geschichten der Medaillenträger, die sie bei der Präsentation ihrer Kriminalfälle durch Moderator Wolfgang Jungnitsch auf der Bühne wieder kurz aufleben ließen, wurden von den Gästen im Polizeipräsidium mit großem Applaus bedacht. Ganz besonders fesseln konnte die Zuhörer Hildegard Möller aus Eschwege, die zusammen mit ihrem Mann Ingo einen falschen Polizeibeamten erfolgreich an der Nase herumführen und am Ende die Festnahme seines Geldabholers durch die „richtige Polizei“ möglich machen konnten.

 

 

 

Das Foto zeigt Hildegard Möller und ihren Ehemann Ingo im Gespräch mit Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch,

der die Verleihung der Kasseler Polizeimedaille moderierte (Foto: Dirk Kleinhans)

 

Mit einer kleinen Rückfrage des Moderators fing alles an. Und dann kam Hildegard Möller so richtig ins Erzählen. Es war spannend, ihr bei dieser Kriminalgeschichte zuzuhören. Kurzweilig auch für das Publikum im Polizeipräsidium, den Erzählungen dieser taffen Frau und ihres Ehemannes zuzuhören. Auch diese „Kasseler Polizeimedaille“ hatte die richtigen Getroffen, waren sich alle einig. Ein Gast meinte anschließend außerdem süffisant: Diese Geschichte war spannender als so mancher Tatort in letzter Zeit. Auch das spricht wieder für die Kasseler Polizeimedaille.

 

Lange Tradition

 

Die zum neunzehnten Mal stattfindende Auszeichnung mit der vom Verein Bürger und Polizei im Jahr 2000 gestifteten “Kasseler Polizeimedaille” erfolgte im Rahmen eines Festaktes im Polizeipräsidium in Kassel. Rund 200 Vereinsmitglieder und Ehrengäste waren der Einladung gefolgt. Trotz aller Prominenz der Ehrengäste standen natürlich auch in diesem Jahr die Medaillenträger und ihre couragierten Taten im Mittelpunkt des Abends. „Diese Menschen sind für uns Helden des Alltags“, sagte Vereins- und Polizeipräsident Konrad Stelzenbach. „Sie alle haben hingesehen, wo andere zumeist weggeschaut hätten, sie haben mit Mut und Zivilcourage agiert, wo andere, aus welchen Gründen auch immer, einfach nichts unternommen hätten. Wer sich so couragiert einbringt, ist ein gutes Vorbild für unsere Gesellschaft“, ist Polizeipräsident Konrad Stelzenbach überzeugt.

 

„Kasseler Polizeimedaille Spezial“ für tolle Verkehrssicherheitsarbeit von FFH

 

Dies ist die erste „Kasseler Polizeimedaille Spezial“ in der neunzehnjährigen Geschichte dieser Auszeichnung. Mit dem Präsidiumsbeschluss unseres Vereins vom 7. Dezember 2017 wurde sie dem hessischen Radiosender FFH zugesprochen, der in ganz vorbildlicher Form Themen der Verkehrssicherheitsarbeit der Kasseler Polizei seit vielen Monaten hervorragend transportiert und den hessischen Autofahrern immer wieder ins Gedächtnis ruft.

 

 

Das Foto zeigt von links nach rechts Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann, den Leitenden Brandirektor Norbert Schmitz

(Chef der Kasseler Berufsfeuerwehr), Roel Oosthout, den stellvertretenden Programmdirektor von FFH, Oberbürgermeister Christian Geselle,

Polizeipräsident Konrad Stelzenbach und Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch (Foto: Dirk Kleinhans)

 

Neben der lebenswichtigen Bildung einer Rettungsgasse für die herannahenden Helfer von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei griff der Sender auch andere Themen der Verkehrssicherheitsarbeit auf, beispielsweise die Gefahren der Smartphone-Nutzung am Steuer eines Autos. Die potentiell tödliche Gefahr für Fahrer, Mitfahrer und andere Verkehrsteilnehmer wird immer wieder von Autofahrern unterschätzt. Umso wichtiger ist es, dass immer wieder auf solche Gefahren hingewiesen wird. „FFH hat in diesen Themenfeldern ohne Anstoß der Polizei aus eigenem Antrieb einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet“, sagt Vereinsgeschäftsführer Wolfgang Jungnitsch.

  

 

Das Gruppenfoto zeigt die Preisträger der Kasseler Polizeimedaille des Vereins Bürger und Polizei mit Polizeipräsident Konrad Stelzenbach,

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann, Oberbürgermeister Christian Geselle und Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch (Foto: Dirk Kleinhans)

 

Die Fälle:

 

Fall 1: Täterfestnahme nach Sachbeschädigungen an Pkw

 

Anna Frey (22) aus Kassel beobachtete am Samstag, den 17. Dezember 2016 in den Morgenstunden, wie ein offenbar alkoholisierter Mann im Bereich der Bismarckstraße in Kassel wahllos gegen mehrere geparkte Autos trat und diese dabei erheblich beschädigte. Sie verständigte über Notruf die Polizei und blieb dem Randalierer unauffällig auf den Fersen. Durch ihre Standortmeldungen war es der Polizei kurze Zeit später möglich, den Täter im Akazienweg festzunehmen.

 

(Polizeidirektion Kassel, Polizeirevier Mitte)

 

Fall 2: Zeugin beobachtete Drogendeal und sorgte für Festnahme

 

Özlem Akyüz (27) aus Kassel saß am 30. Dezember 2016 nachmittags mit ihrem Baby in ihrem vor der neuen Hauptpost in der Unteren Königsstraße geparkten Auto und beobachtete zwei Männer, die offenbar gerade ein Drogengeschäft abwickelten. Sie rief über Notruf die Polizei und teilte ihre detaillierten Beobachtungen mit. Durch Zivilkräfte der Operativen Einheit Kassel (OPE) konnten die Täter noch auf frischer Tat angetroffen und festgenommen werden. Bei einem der beiden Beschuldigen konnten Marihuana und Bargeld sichergestellt werden. In einer angrenzenden Grünanlage fanden die Polizeibeamten zudem noch insgesamt 60 Gramm Rauschgift.

 

(Polizeidirektion Kassel, OPE)

 

Fall 3: Tatverdächtige nach Farbschmierereien festgenommen

 

Sandra Häusler (43) aus Eschwege informierte am späten Abend des 18. Januar 2017 über Notruf die Polizei darüber, dass mehrere Männer im direkten Umfeld ihrer Wohnung mit Farbsprühdosen Hausfassaden beschmieren. Die Zeugin beschrieb der Polizei anschließend den weiteren Weg der Männer, sodass die Beamten wenig später vier Verdächtige festnehmen und durchsuchen konnten. Bei zwei von ihnen wurden Farbspraydosen sichergestellt sowie Farbanhaftungen an den Händen festgestellt. Der entstandene Sachschaden war enorm und betrug etwa 5.000,- Euro. Im Verlauf der Ermittlungen konnte dann auch noch ein Bargelddiebstahl aufgeklärt werden, den die Tatverdächtigen am gleichen Abend in Eschwege begangen hatten.

 

(Polizeidirektion Werra-Meißner, Polizeistation Eschwege)

 

Fall 4: Aufmerksame Kinder halfen Diebstähle aufzuklären

 

Am Samstag, den 25. Februar 2017, konnte die Polizei dank der Beobachtungen von Etienne (12), Julian und Connor (beide 13) aus Witzenhausen einen Taschendieb überführen und Diebesgut sicherstellen. Der Pächter des Dorfgemeinschaftshauses Kleinalmerode hatte zuvor der Polizei mitgeteilt, dass Gäste Gegenstände aus ihren Jacken vermissten. Zu diesem Zeitpunkt fanden dort zwei Veranstaltungen statt. Etienne, Julian und Connor waren ebenfalls im DGH und spielten zusammen im Bereich vor den Toiletten als sie hörten, dass es zu Diebstählen an der Garderobe gekommen sein soll. Daraufhin teilte Etienne den anderen Gästen mit, dass ein Mann, den er von Fahrten mit dem Linienbus kannte, insgesamt dreimal in kürzester Zeit die Toiletten aufgesucht habe und dies ihm und seinen Freunden verdächtig vorkam. Aufgrund der Zeugenaussagen ergab sich ein dringender Tatverdacht gegen den mutmaßlichen Täter. Später wurden dann in der Wohnung des Tatverdächtigen mehrere gestohlene Gegenstände wie Zigarettenschachteln, Portemonnaies mit Papieren, EC-Karten usw. gefunden und sichergestellt.

 

Fall 5: 17-Jährige half verletztem Jungen und identifizierte Täter

 

Die 17-jährige Melina Momberg aus Kassel hielt am Freitag, den 17. März 2017, gegen 20 Uhr mit einer Freundin vor der Kasseler Eissporthalle auf. Plötzlich hörte sie Schreie, sah einen 15 Jahre alten Jungen stark blutend verletzt am Boden liegen und drei Jugendliche davonlaufen. Sie alarmierte unverzüglich die Rettungskräfte und leistete erste Hilfe. Die junge Frau konnte im Zuge der Ermittlungen später den Haupttäter identifizieren und so wesentlich zur Aufklärung einer gefährlichen Körperverletzung beitragen.

 

(Kripo Kassel, K 35 BaSu 21)

 

Fall 6: Wohnungseinbrecher gestellt

 

Albert Drachenberg (34) aus Kassel wurde am 22. Mai 2017 gegen 11 Uhr vormittags durch laute Geräusche aus der Wohnung seiner Nachbarin auf einen mutmaßlichen Einbrecher aufmerksam. Als der Tatverdächtige flüchtete, nahm der Zeuge die Verfolgung auf und konnte ihn nach kurzer Flucht stellen. Herr Drachenberg hielt den Einbrecher bis zum Eintreffen der alarmierten Streife fest. Dem Täter konnten mehrere Einbrüche zur Finanzierung seiner Drogensucht nachgewiesen werden. Er kam in Untersuchungshaft.

 

(Kripo Kassel, K 21/22)

 

Fall 7: Gewalttäter nach gefährlicher Körperverletzung festgenommen

 

Geronimo Kolks (28) aus Kassel wurde am 27. Mai 2017 in seiner Wohnung durch Lärm auf eine Auseinandersetzung auf der Straße aufmerksam. Aus dem Fenster sah er zwei heftig streitende Männer auf dem Parkplatz eines Supermarktes. Im weiteren Verlauf schlug der mutmaßliche Täter auf den mittlerweile am Boden liegenden Kontrahenten ein und trat ihm dabei auch gegen den Kopf. Der Zeuge alarmierte die Polizei, eilte sofort nach draußen und sprach eine Gruppe Frauen an, sich um den Verletzten zu kümmern. Er selber nahm die Verfolgung des geflüchteten Täters auf. Der Polizei teilte er ständig den aktuellen Standort des Tatverdächtigen mit und führte so eine Funkstreife heran, die den mutmaßlichen Täter vorläufig festnehmen konnte. Der Festgenommene muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Für die Polizei ist er im Übrigen ein alter Bekannter, der schon mehrfach wegen Gewaltdelikten in Erscheinung getreten ist.

 

(Polizeidirektion Kassel, Polizeirevier Süd-West)

 

Fall 8: „Falscher Polizist“ als Trickbetrüger festgenommen

 

Hildegard (79) und Ingo Möller (74) aus Eschwege ermöglichten der Polizei die Festnahme eines Geldabholers nach einem versuchten Trickbetrug. Zuvor hatte ein angeblicher „Polizeibeamter Schulz“ bei ihnen angerufen und mitgeteilt, dass bei festgenommenen Personen ein Notizbuch mit ihrer Adresse gefunden wurde und nun das Geld der Senioren nicht mehr sicher sei. Da das Ehepaar zu dieser Zeit davon überzeugt war, in Kontakt mit der Polizei zu stehen, räumten sie auch ein, über ein Bankguthaben zu verfügen. Daraufhin sagte der Täter wiederholt, dass das Geld auch dort nicht sicher wäre und sie es vom Konto abheben sollten. In Absprache mit der Polizei stellten sich die Eheleute Möller freiwillig für eine fingierte Geldübergabe zur Verfügung. Dabei konnte der Geldabholer durch die „richtige Polizei“ festgenommen und später auch verurteilt werden.

 

(Polizeidirektion Werra-Meißner, Kripo Eschwege)

 

Fall 9: 21-Jähriger schritt mutig gegen Randalierer ein und hielt ihn fest

 

Iasa Eid zur Zeit des Ereignisses 21 Jahre alt, kam am 31. August 2017 auf dem Weg nach Hause an der Sparkasse in Bad Wildungen vorbei. Er sah vor der zerstörten Glasfront eine Menschentraube und darunter zahlreiche Personen, die mit ihren Smartphones Fotos und Videos machten. Im verwüsteten Eingangsbereich der Sparkasse stand ein junger Mann mit einem Stein in der Hand, offenbar der Verursacher der Sachschäden. Herr Eid sprach ihn an und versuchte, ihn zur Aufgabe zu überreden. Als er darauf nicht einging ergriff er ihn und hielt ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest, obwohl der Täter noch mit einem Stein auf ihn einschlug. Die dabeistehenden Passanten gafften nur und griffen nicht ein. Der entstandene Sachschaden in der Sparkasse belief sich nach ersten Schätzungen auf rund 400.000,- Euro. Zum Zeitpunkt des Einschreitens war der mutige Zeuge Asylbewerber aus Syrien.

 

(Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg, Polizeistation Bad Wildungen)

 

Fall 10: Täter nach Autoaufbruch verfolgt und Polizei herangeführt

 

Melina Menger (16) aus Lohfelden und Jonathan Kölbel (18) aus Schauenburg waren am

22. September 2017 nachmittags zusammen in der Nähe der Aue in Kassel unterwegs, als sie durch Scheibenklirren auf einen Autoaufbruch aufmerksam wurden. Sie konnten beobachten, wie ein Mann durch die zerstörte Scheibe eines Jeeps griff und Taschen aus dem Wagen holte. Als sie ihn festhalten wollten, schubste der Täter Melina weg, riss sich los und drohte sogar damit, ein Messer zu ziehen. Dann trat er die Flucht an. Melina verständigte die Polizei und Jonathan nahm vorsichtig die Verfolgung auf, obwohl der Mann erneut mit seinem Taschenmesser drohte. Über die Standortmeldungen gelang es der Polizei, den Täter im Bereich des Küchengrabens festzunehmen. Auch das Diebesgut konnte sichergestellt werden.

 

(Kripo Kassel, K 21/22)

 

Kasseler Polizeimedaille „Spezial“ für den Radiosender HitRadio FFH

 

Erstmals vergibt der Verein Bürger und Polizei Kassel in diesem Jahr an eine Institution eine „Kasseler Polizeimedaille Spezial“. Das Präsidium des Vereins Bürger und Polizei Kassel möchte damit das Medienunternehmen „HitRadio FFH“ für die hervorragende Unterstützung der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit und der Verkehrsunfallprävention auszeichnen und damit seine Anerkennung und seinen Dank aussprechen. Seit März/April 2017 unterstützt der Radiosender durch Hinweise der Moderatoren und durch selbst produzierte Spots zu wichtigen Themenfelder der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit, wie beispielsweise der Bildung von Rettungsgassen bei Staus nach Unfällen oder zur Gefährlichkeit der Smartphone-Nutzung am Steuer eines Autos, nachhaltig die Aufklärungsarbeit der Polizei.

 

 

 

 

Veranstaltungen im Jahr 2017:

 

 

Pressemitteilung zum vorweihnachtlichen Konzert des Vereins Bürger und Polizei Kassel:

 

Der Polizeichor Kassel, das Landespolizeiorchester und die Solisten Margrethe Fredheim und Louis Lindenborn begeisterten Konzertbesucher in St. Familia

 

Rund 350 Besucher in einer fast bis auf den letzten Platz besetzten Kirche konnten Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, im Ehrenamt auch Präsident des Vereins Bürger und Polizei e.V. in Kassel, und Hausherr Dechant Harald Fischer am Freitagabend in der katholischen Kirche Sankt Familia in Kassel zum traditionellen vorweihnachtlichen Konzert des Vereins begrüßen. Der jetzt seit 30 Jahren in Kassel wirkende Verein Bürger und Polizei veranstaltete sein immer wohltätigen Zwecken dienendes vorweihnachtliches Konzert im Jubiläumsjahr bereits zum 30. Mal, traditionell wie immer am Freitag vor dem 1. Advent. Bis 1998 fand dieses Konzert in der Friedenskirche an der Friedrich-Ebert-Straße statt, seit 1999 in der katholischen Kirche St. Familia in der Kölnischen Straße, ganz in der Nähe des damals neu erbauten Polizeipräsidiums am Hauptbahnhof.

 

 

Das Foto zeigt den Polizeichor Kassel mit Shanji Quan am Klavier, dem Dirigenten Kurt Hellwig

und der norwegischen Sopranistin Margrethe Fredheim (Oper Erfurt).

 

Das treue Konzertpublikum, unter ihnen Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und die Kasseler Stadtverordnetenvorsteherin Petra Friedrich, lauschte begeistert den Stimmen des Polizeichors Kassel unter der Leitung von Kurt Hellwig und mit Shanji Quan am Klavier, den Melodien des Landespolizeiorchesters Hessen aus Wiesbaden und den musikalischen Darbietungen von Louis Lindenborn (Orgel) und der norwegischen Sopranistin Margrethe Fredheim (Oper Erfurt). Das Landespolizeiorchester in großer Besetzung wurde erstmals von Laszlo Szabo dirigiert. Polizeichor, Polizeiorchester und die Solisten zogen die Konzertbesucher für rund 90 Minuten in ihren Bann und sorgten für ein unvergessliches Konzerterlebnis und vor allem eine besinnliche Einstimmung auf die beginnende Vorweihnachtszeit.

 

Den Gesamterlös der am Konzertende von den Besuchern erbetenen Kollekte in Höhe von 1.135,- Euro will Hausherr Dechant Fischer für den Ausbau und die Unterstützung des laufenden Betriebes eines kirchlichen Krankenhausprojektes in Uganda verwenden.

 

 

Wolfgang Jungnitsch

Geschäftsführer

0176 – 53 66 99 41

 

Sabine Knöll

Pressereferentin

Tel.: 0561 / 910 - 3990

 

 

 

Pressemitteilung zur Vortragsveranstaltung am 26. Oktober 2017:

   

Kassel:

Vortrag: Dem Täter auf der Spur

Der genetische Fingerabdruck – ein Tatort spricht …..

 

Der Verein Bürger und Polizei e.V. in Kassel setzt auch in diesem Jahr seine bekannten Herbstvorträge mit kompetenten Referenten zu interessanten polizeilichen Themen fort. In diesem Jahr wird am kommenden Donnerstag, den 26. Oktober 2017, ab 18 Uhr Dr. Harald Schneider vom Hessischen Landeskriminalamt (HLKA) in Wiesbaden als Referent im Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel zu Gast sein und vor Mitgliedern sowie Gästen des Vereins Bürger und Polizei Kassel und des Präsidiums sprechen.

 

 

 

 

Foto: Christopher Ziermann, HNA

 

Der Wissenschaftler Dr. Schneider ist Leiter der Fachgruppe Biologie im HLKA und bundesweit einer der renommiertesten DNA-Analytiker. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Dr. Schneider einen ausgewiesenen Fachmann aus den eigenen Reihen der Hessischen Polizei, der sich zudem weit über die Grenzen unseres Bundeslandes hinaus eine hohe Anerkennung und Wertschätzung erworben hat, für diesen Vortrag gewinnen konnten“, sagt Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, der auch Präsident des Vereins Bürger und Polizei in Kassel ist.

 

Rasante Entwicklung der DNA

 

Die kriminalistische Nutzung des “genetischen Fingerabdrucks“ hat gerade in den letzten Jahren eine ungeahnte, ja gerade revolutionäre Entwicklung genommen. So wurde das Spektrum untersuchbarer biologischer Spuren ganz wesentlich in Richtung mikroskopisch kleiner Blut-, Sekret- und Hautabriebspuren erweitert. Auch geringste, mit früher üblichen Verfahren nicht analysierbare Spuren (zum Beispiel Hautschuppen an Täterkleidung, Tatwerkzeugen, Tatwaffen usw.) sind nunmehr einer molekularbiologischen Untersuchung zugänglich. Zwischenzeitlich ist es nahezu selbstverständlich, dass DNA-Befunde den oft entscheidenden Hinweis zur Aufklärung schwerster Kapitalverbrechen liefern. „Beinahe tägliche Erfolgsmeldungen in Presse, Funk und Fernsehen belegen die alte kriminalistische Regel: Ein Tatort spricht - es bedarf lediglich geeigneter Methoden, ihn zum Reden zu bringen“, sagt Dr. Schneider und hat als Beleg dafür zahlreiche Beispiele parat, die die Erfolge der DNA-Analytik bestätigen.

 

Außergewöhnliche hessische Aufklärungserfolge

 

Die Verwendung der DNA-Analyse hat insbesondere im Bundesland Hessen ganz wesentlich zur Aufklärung zahlreicher Kapitalverbrechen beigetragen. Beispielhaft seien hier einige spektakuläre, auch bundesweit bekannte Fälle genannt: Der Sexualmord an der zweijährigen Elora McKemy (1994), der sechsfache Raubmord in einem Frankfurter Bordell (1996), die Entführung und Ermordung des Frankfurter Geschäftsmanns Jakub Fiszman (1998), der Mord an der achtjährigen Julia Hose (2002) aus Gießen und die Identifizierung eines Serienmörders, dem sogenannten „Brummi-Mörder“, im Jahr 2006. Er hatte drei Frauen getötet, unter anderem Anna S. aus Kassel, deren Leichnam im Gebüsch auf dem Parkplatz Scharfenstein an der A 49 aufgefunden wurde.

 

Unterstützung über Ländergrenzen hinweg

 

Neben den hessischen Polizeidienststellen unterstützten die DNA-Experten des HLKA in besonders schwierigen Fällen auch die Kollegen anderer Bundesländer sowie benachbarter europäischer Staaten. Herausragende Fallbeispiele sind die Identifizierung des Mörders des 11-jährigen Mirco Schlitter aus Grefrath in Nordrhein-Westfalen in 2011, die Aufklärung eines Sexualmordes an der 98-jährigen Hilda Feste aus Os in Norwegen im Februar 2013 sowie die Aufklärung des Mordes an dem 81-jährigen Johannes Weyer aus Töniesvorst in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2015.

 

„Cold Cases“ doch noch geklärt

 

Mit den scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten der DNA-Analytik können aber nicht nur aktuelle, sondern auch Jahrzehnte zurückliegende, ungeklärte Kapitalverbrechen aufgeklärt werden. „Die Kriminaltechnik des Hessischen Landeskriminalamtes hat sich als eine der ersten Untersuchungsstellen in Deutschland – parallel zur Entwicklung der flächendeckenden Mikrospurenpräparation – auf diese sogenannten „Cold Cases“ spezialisiert“, erläutert Dr. Schneider. So ist es in Hessen seit dem Jahr 2000 gelungen, mehr als zwanzig dieser scheinbar hoffnungslosen Altfälle zu klären, führt der Wissenschaftler aus. Exzellente Beispiele seien der 26 Jahre nach der Tat geklärte Sexualmord an der 15-jährigen Hersfelder Schülerin Petra Hübner (+1976), der 25 Jahre nach der Tat geklärte Sexualmord an der 16-jährigen Trixi Scheible (+1981) aus Frankfurt und der erst nach 26 Jahren geklärte Mord an der damals 30-jährigen Anita Gerth (+1982) aus Kassel. „Der letzte bemerkenswerte Aufklärungserfolg der hessischen Spezialisten geht zurück auf einen Mordfall aus dem Jahr 1972“, schildert Dr. Schneider. Die Erfolgsnachricht ging 2014 durch die gesamte Medienlandschaft der Bundesrepublik. 40 Jahre nach der Tat wurde der Mörder des Schlossers Horst Günter Trapp aus Walldorf durch die Kombination modernster DNA-Analyseverfahren mit der DNA-Analyse-Datei überführt. „Ein toller Erfolg – weltweit lag nie ein größerer Zeitraum zwischen Tatzeit und Tataufklärung anhand gesicherter DNA-Spuren“, sagt Dr. Schneider.

 

Die Wissenschaft könnte noch mehr ….

 

„Was den zukünftigen Einsatz der DNA-Analyse angeht, so verbinden sich vor allem mit dem Schlagwort des „genetischen Phantombilds“ ganz erhebliche Erwartungen. Für Aufklärungs- und Fahndungszwecke wären Abschätzungen über die Körpergröße, die Augen-, Haar- oder Hautfarbe, das Alter sowie die biogeografische Herkunft eines Spurenlegers zweifelsfrei von großem Nutzen“, skizziert Dr. Schneider die Möglichkeiten der modernen Biologie. „Nach dem derzeitigen Stand der Forschung sind hierzu jedoch – ungeachtet einer fehlenden gesetzlichen Regelung – aber noch keine gesicherten wissenschaftlichen Aussagen möglich“, erläutert der DNA-Fachmann. „Es erscheint aber äußerst wahrscheinlich, dass sich durch die rasante Fortentwicklung der medizinischen Forschung und das hiermit einhergehende wachsende Verständnis der molekularen Zusammenhänge zwangsläufig neue Untersuchungsmöglichkeiten eröffnen werden“, führt der Biologe aus. „Eine klare und eindeutige gesetzliche Regelung für oder gegen eine zukünftige strafprozessuale Verwendung derartiger „molekularer Ermittlungshilfen“ wird daher in absehbarer Zeit dringend geboten sein“, meint Dr. Harald Schneider.

 

Wolfgang Jungnitsch                                                                      Sabine Knöll

Geschäftsführer                                                                             Pressereferentin

0176 – 53 66 99 41                                                                        0561 / 910 - 3990

 

 

Pressemitteilung zum Sommerfest am 23. Juni 2017:

 

Verein Bürger und Polizei feierte traditionelles Sommerfest;

Präsidiumsmitglied verabschiedet und Ehrung für 25 Jahre Vereinstreue

 

Mehr als 100 Mitglieder und Gäste des Vereins „Bürger und Polizei e.V. in Kassel“, unter ihnen auch die nordhessischen Landtagsabgeordneten Wolfgang Decker und Timon Gremmels, Kassels neuer Oberbürgermeister Christian Geselle und Bürgermeister Manfred Schaub aus Baunatal konnte Polizei- und Vereinspräsident Konrad Stelzenbach am Wochenende zum traditionellen Sommerfest im Jahr des 30-jährigen Bestehens des Vereins auf dem Gelände der Kanuabteilung des Polizeisportvereins Grün-Weiß Kassel am Auedamm bei angenehmen sommerlichen Temperaturen begrüßen. Zu den Melodien und Klängen des Orchesters Lohfelden unter der Leitung von Bernd Schmelz servierte am Freitagabend das Team von Vereinsmitglied Horst Gude unter Leitung von Chefkoch Fritz Wimmer auch in diesem Jahr allen Gästen an den festlich geschmückten Tischen wieder ein äußerst schmackhaftes Vier-Gänge-Menü aus dem Restaurant Pfeffermühle.

 

Unter dem Applaus des Publikums konnte Vereinspräsident Konrad Stelzenbach dann auch noch das Mitglied Herbert Ranft (Fuldatal) für seine langjährige Treue zum Verein und die 25-jährige Mitgliedschaft mit einer Urkunde ehren. Der Jubilar befindet sich in guter Gesellschaft. Knapp 140 Menschen aus Kassel und dem nordhessischen Umland gehören mittlerweile seit 25 oder mehr Jahren dem Verein, der derzeit etwa 320 Mitglieder hat, an.

 

Aus dem Präsidium des Vereins Bürger und Polizei wurde nach 15-jähriger Vorstandsarbeit zudem Hartwin Neumann (Wolfhagen) verabschiedet. Er hatte sich bei der Mitgliederversammlung im Mai nicht mehr zur Wahl gestellt.

 

  

Das Foto zeigt von links nach rechts: Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, das ausgeschiedene Präsidiumsmitglied

Hartwin Neumann, Jubilar Herbert Ranft und Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch

 

 Die wichtigste und renommierteste Veranstaltung des Vereins Bürger und Polizei ist mittlerweile die seit dem Jahr 2000 bereits 18 Mal verliehene „Kasseler Polizeimedaille“, ein auch überregional und in den Medien vielbeachteter Zivilcourage-Preis. Auch in diesem Jahr sind zwei Preisträger der Kasseler Polizeimedaille für den XY-Preis der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY… ungelöst nominiert.

 

Im Herbst schließt sich alljährlich eine Vortragsveranstaltung zu interessanten Themen aus den Bereichen Polizei und Politik an. In diesem Jahr wird Dr. Harald Schneider, Biologe und DNA-Experte des Hessischen Landeskriminalamtes, am 26. Oktober im Polizeipräsidium Nordhessen zu einem Vortrag über seine interessantesten Fälle erwartet.

 

Das Vereinsjahr beschließt das traditionelle vorweihnachtliche Konzert mit dem Polizeichor Kassel und dem Landespolizeiorchester Hessen am Freitag vor dem 1. Advent, in diesem Jahr ist das der 1. Dezember, in der katholischen St. Familia-Kirche in der Kölnischen Straße.

 

Die Mitgliedschaft im Verein Bürger und Polizei Kassel, dessen oberstes Vereinsziel die Förderung und Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses von Bürgern und ihrer Polizei ist, kostet für natürliche Personen im Jahr 18,- Euro, für Vereine, Institutionen oder Firmen 61,40 Euro. Mehr Informationen auch unter www.bürgerundpolizei-kassel.de

 

Wolfgang Jungnitsch

Geschäftsführer des Vereins Bürger und Polizei e.V. in Kassel

0176 – 53 66 99 41

 


 

Pressemitteilung zur 30. Mitgliederversammlung am 17. Mai 2017:

 

Verein Bürger und Polizei wählte Vorstand und ehrte Mitglied für 25 Jahre Treue

 

Die 30. Mitgliederversammlung des 1987 gegründeten Vereins Bürger und Polizei e.V. in Kassel fand am Mittwochabend traditionell in den Räumen der Kanu-Abteilung des Polizeisportvereins Grün-Weiß Kassel statt und stand ganz im Zeichen der turnusmäßig alle drei Jahre stattfindenden Neuwahlen. Rund 50 Mitglieder waren der Einladung von Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, der seit dem vergangenen Jahr auch Präsident des Vereins Bürger und Polizei ist, ins Clubhaus der Kanuten am Auedamm gefolgt.

 

Für eine Neuwahl kandidierten nicht mehr der bisherige 1. Vizepräsident Alwin Christoph (Baunatal) und Pressereferent Hartwin Neumann (Bad Emstal). Alwin Christoph, als Polizeibeamter vor seiner Versetzung in den Ruhestand Chef der Hessischen Polizeischule in Wiesbaden, wurde mit einem Geschenk und viel Applaus gebührend verabschiedet. Hartwin Neumann konnte aus terminlichen Gründen nicht an der Mitgliederversammlung teilnehmen. Seine Verabschiedung ist beim Sommerfest des Vereins am 23. Juni vorgesehen.

 

Alle übrigen Mitglieder des Präsidiums stellten sich erneut zur Wahl. Als Vorsitzender des Gesamtvereins PSV Grün-Weiß Kassel wurde der bisherige Beisitzer Gerald Hoffmann als neuer 1. Vizepräsident nominiert. Diesem Wahlvorschlag des Präsidiums folgten die Mitglieder einstimmig. Für die beiden freigewordenen Positionen im Präsidium wurden die aktiven Polizeibeamten Sabine Knöll (Pressereferentin) und Harald Goldmann (Beisitzer) der Mitgliederversammlung vorgeschlagen und anschließend von der Versammlung gewählt.

 

Eine große Freude bereitete sowohl dem Präsidium als auch den anwesenden Mitgliedern die Mitteilung von Karin Schlicht von der Sparda Bank in Kassel über eine Zuwendung der Sparda Bank in Höhe von 3.000,- Euro an den Verein.

 

Mit aktuell 319 Mitgliedern konnte der Verein Bürger und Polizei e.V. in Kassel den Stand der vergangenen Jahre halten. „Erfreulich ist, dass sich auch wieder jüngere Menschen für den Verein interessieren und eintreten“, stellte Präsident Stelzenbach zufrieden fest. Zum Erfolg des Vereins trage sicherlich auch bei, dass sich Veranstaltungen wie die Verleihung der „Kasseler Polizeimedaille“, die in diesem Jahr bereits zum 18. Mal als Zivilcourage-Preis an Bürgerinnen und Bürger vergeben wurde, etabliert haben und auf ein immer breiteres Interesse in der Öffentlichkeit stoßen, ist Präsident Stelzenbach überzeugt.

 

Einen Jubilar mit 25-jähriger Mitgliedschaft gab es in diesem Jahr auch zu ehren. Die Urkunden für ein Vierteljahrhundert Vereinstreue erhielt unter dem Beifall der rund 50 Versammlungsteilnehmer das Mitglied Werner DREYER (Niestetal).

 

Dem für drei Jahre neu gewählten Vereinspräsidium gehören an:

Konrad Stelzenbach (Präsident), Gerald Hoffmann (1.Vizepräsident), Gunter Arnold (2. Vizepräsident), Anita Mahrt (3. Vizepräsidentin, Wolfgang Jungnitsch (Geschäftsführer), Werner Siebeneicher (Schatzmeister), Helmut Fink (Schriftführer), Sabine Knöll (Pressereferentin, neu) und die Beisitzer Norbert Berndt, Gerhard Dworog, Edwin Freudl, Günter Glitsch, Harald Goldmann (neu), Albert Klein, Manfred Macke, Horstmar Werner und Lutz Vey.

 

Ehrenpräsident Wilfried Henning dankte am Schluss unter dem Beifall der Mitglieder HNA-Geschäftsführer Herbert Siedenbiedel für die gelungene Aktion „Dank an die Polizei“, bei der zahlreiche Menschen in ganz unterschiedlicher Form ihren Dank für die Arbeit der Polizei zum Ausdruck gebracht hatten. Präsident Stelzenbach hatte einen großen Korb an Zuschriften im April im Präsidium überreicht bekommen und sich im Namen der Kolleginnen und Kollegen sehr herzlich bedankt.

  

Wolfgang Jungnitsch

Kriminaloberrat a.D.

Geschäftsführer des Vereins Bürger und Polizei Kassel e.V.

Tel.: 0176 – 53 66 99 41

Mail: wolfgang.jungnitsch(at)t-online.de

 

 

Foto 1: VERABSCHIEDUNG:

von links nach rechts: Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch, 1. Vizepräsident Alwin Christoph,

Ehrenpräsident Wilfried Henning, neuer 1. Vizepräsident Gerald Hoffmann und PP Konrad Stelzenbach

 

  

Foto 2: SPENDE:

Von links nach rechts: Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch, Schatzmeister Werner Siebeneicher, Karin Schlicht (Sparda Bank) und Polizeipräsident Konrad Stelzenbach

  

 

Foto 3: DANK AN DIE POLIZEI:

von links nach rechts: Ehrenpräsident PP a.D. Wilfried Henning, HNA-Geschäftsführer Herbert Siedenbiedel und PP Konrad Stelzenbach

 

 

Foto 4: JUBILÄUM

von links nach rechts: Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch, Jubilar Werner Dreyer und PP Konrad Stelzenbach

 

 

 


 

 

Pressemitteilung zur Verleihung der Kasseler Polizeimedaille am 25. Januar 2017:

 

Kasseler Polizeimedaille für 14 couragierte Menschen:

„Helden des Alltags“ vom Verein Bürger und Polizei Kassel geehrt

 

Bereits zum 18. Mal haben der gemeinnützige Verein Bürger und Polizei in Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen am Mittwochabend in einer öffentlichen Veranstaltung Menschen ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr die Arbeit der Kasseler oder der nordhessischen Polizei in bemerkenswerter Weise unterstützt und geholfen haben. Vierzehn Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Kassel und der Region wurden vom Präsidium des Vereins nach Vorschlägen der nordhessischen Polizeidienststellen für die Auszeichnung mit der „Kasseler Polizeimedaille“ ausgewählt. Sie konnten am Abend die Ehrung aus den Händen von Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, der auch Präsident des Vereins Bürger und Polizei in Kassel ist, entgegen nehmen. Präsident Stelzenbach wurde bei der Übergabe der Medaillen vom Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen unterstützt. Die zum achtzehnten Mal stattfindende Auszeichnung mit der vom Verein Bürger und Polizei im Jahr 2000 gestifteten “Kasseler Polizeimedaille” erfolgte im Rahmen eines Festaktes im Polizeipräsidium in Kassel. Rund 200 Vereinsmitglieder und Ehrengäste, unter ihnen Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke und Landrat Uwe Schmidt, waren der Einladung gefolgt.

 

Vorbilder für unsere Gesellschaft

 

Trotz aller Prominenz standen natürlich auch in diesem Jahr die Medaillenträger und ihre couragierten Taten im Mittelpunkt des Festaktes. „Diese Menschen haben hingesehen, wo andere vielleicht weggeschaut hätten, sie haben mit Mut und Zivilcourage gehandelt, wo andere, aus welchen Gründen auch immer, untätig geblieben wären. Für uns sind diese Menschen alle Helden des Alltags und gute Vorbilder für unsere Gesellschaft“, sagte Polizeipräsident Konrad Stelzenbach. „Sie haben Empathie gezeigt und anderen Menschen in Notsituationen geholfen“, machte der Polizeichef die Bandbreite der guten Taten deutlich. „Wir alle sollten nie vergessen, dass auch wir mal in Bedrängnis oder eine Notsituation geraten könnten. Dann wären wir froh, wenn jemand den Mut hat und die Zivilcourage aufbringt, um zu helfen oder zu unterstützen“, mahnte der Präsident. Die geehrten Personen halfen aber auch mit, Straftäter zu fassen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. „Das ist eine wichtige Unterstützung für uns, denn trotz schneller Einsätze können wir nicht überall sofort vor Ort sein“, räumte Konrad Stelzenbach ein. „Wir alle und auch unsere Gesellschaft brauchen couragierte Menschen wie Sie mehr denn je“, stellte der nordhessische Polizeichef, an die Geehrten gewandt, abschließend fest.

 

Lobenswertes Verhalten in ganz unterschiedlichen Fällen

 

Die vierzehn neuen Träger der Kasseler Polizeimedaille, darunter sechs Frauen und acht Männer, sind in diesem Jahr zwischen 17 und 59 Jahre alt. Sie stammen aus Kassel (3), Ahnatal, Frankenau, Frankenberg, Hessisch-Lichtenau (2), Kaufungen (3), Lohfelden (2) und Wohratal (Landkreis Marburg-Biedenkopf). „Sie alle haben in ganz unterschiedlicher Weise vorbildlich gehandelt. Dafür möchte der Verein Bürger und Polizei Kassel und die nordhessische Polizei diese Mitbürger mit der Kasseler Polizeimedaille ehren“, so Polizeichef Konrad Stelzenbach. „Meine Kolleginnen und Kollegen leisten hervorragende Arbeit. Aber es ist auch für mich gut zu wissen, dass es nach wie vor zahlreiche Menschen gibt, die ihre Polizei in so vorbildlicher Weise unterstützen“, hob er weiter hervor.

Die Medaillenträger waren im vergangenen Jahr bei polizeilichen Einsatzsituationen in ganz unterschiedlicher Form lobenswert aktiv. Sie halfen zumeist durch schnelle und präzise Mitteilung ihrer Wahrnehmungen von Straftaten oder durch beherztes aber gleichwohl überlegtes Einschreiten bei beobachtetem Unrecht in bemerkenswerter Art mit, Straftaten zu verhindern, Täter festzunehmen oder wichtige Ermittlungs- und Aufklärungsschritte der Polizei zu ermöglichen.

 

Polizeimedaillen-Träger auch bei Vorauswahl zum XY-Preis 2016

 

Dass die Kasseler Polizeimedaille auch überregional große Anerkennung erfährt belegt die Geschichte von Susanne Andreas aus Kassel. Sie war Ehrengast des Abends und hatte vor einem Jahr die Kasseler Polizeimedaille erhalten. Susanne Andreas und zwei junge Frauen aus Korbach, die ebenfalls mit der Kasseler Polizeimedaille geehrte worden waren, schafften es mit ihren couragierten Taten bis in die engere Auswahl zum XY-Preis des ZDF. Beide Fälle wurden im Fernsehen ausgestrahlt. Die Jury des mit jeweils 10.000,- Euro dotierten XY-Preises entschied sich letztlich für drei andere Fälle aus etwa 40 zur Auswahl stehenden. Der Verein Bürger und Polizei Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen arbeiten seit vielen Jahren mit der Redaktion der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ zusammen.

„In unserer heutigen Zeit, in der man oft den Eindruck bekommen kann, dass Viele nur noch sich selbst der Nächste sein wollen, haben unsere Medaillenträger durch ihr Handeln in beispielhafter Weise Zivilcourage und Bürgersinn bewiesen und gezeigt, dass es auch anders gehen kann“, erklärte Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch, der auch die Medaillenverleihung moderierte, abschließend.

  

Wolfgang Jungnitsch

Kriminaloberrat a.D.

Geschäftsführer des Vereins Bürger und Polizei Kassel e.V.

Tel.: 0176 – 53 66 99 41

Mail: wolfgang.jungnitsch(at)t-online.de

 

 

Das Foto zeigt die 14 Preisträger der "Kasseler Polizeimedaille 2017" mit Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, dem Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Geschäftsführer Wolfgang Jungnitsch

 

 

 

Dies sind die couragierten Menschen, die 2017 mit der „Kasseler Polizeimedaille“ ausgezeichnet wurden:

 

 

Fall 1: Profi-Einbrecher dingfest gemacht

Sandra und Karsten Rarack und Heicke Paulsen, alle aus Kaufungen

 

Fall 2: Ladendieb verfolgt und gestellt

Jürgen und Kai Simon, Hessisch-Lichtenau

 

Fall 3: Einbrecher festgenommen

Valentin Cubiks, Kassel

 

Fall 4: Explosion auf Tankstellengelände verhindert

Claudia und Michael Rose, Lohfelden

 

Fall 5: Betrunkenen Autofahrer am Weiterfahren gehindert

Claudia Schöppe, Kassel, und Anna Unruh, Wohratal

 

Fall 6: Angriff auf Autofahrer gestoppt

Raphael Metz, Frankenau, und Elias Bamberger, Frankenberg

 

Fall 7: Räuber in die Flucht geschlagen und Opfer geholfen

Martin Schmidt aus Kassel

 

Fall 8: Enkeltrick vereitelt

Sabrina Brand aus Ahnatal